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Anlagestrategie 2011: Wo es lohnt zu investieren

Anleihen? Unsicher. Immobilien? Finger weg. Schwellenländer? Schon besser. Wer vom Aufschwung profitieren will, sollte alte Weisheiten vergessen - und umschichten.

Von Birgit Wetjen und Heinz-Peter Arndt

600.000.000.000 Dollar (in Worten: sechshundert Milliarden) und die große Frage: Geht das gut? Eine Frage von Glauben und Grundsätzen. Während die US-Notenbank unter Führung von Ben Bernanke gerade mal wieder ankündigte, nach den bislang schon geflossenen 1700 Milliarden Dollar bis Mitte kommenden Jahren weitere 600 Milliarden Dollar in den Geldkreislauf zu pumpen - für mehr Wachstum und gegen Arbeitslosigkeit -, vergeht auf der anderen Seite des Atlantiks kein Tag, ohne dass Jean-Claude Trichet, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht vor Inflation warnt und den Abbau der Staatsdefizite fordert. Zwei Männer, zwei Glaubenssätze.

Schwierige Zeiten für Anleger. Die gute Nachricht: Die meisten Börsenstrategen sehen 2011 optimistisch. "Die Situation ist stabiler als noch vor sechs Monaten", sagt Klaus Wiener, Chefvolkswirt von Generali Investments Deutschland. Günter Schlösser, Chef der Vermögensverwaltung Portfolio Concept, hält "mit dem richtigen Anlagemix" sogar sechs bis acht Prozent Rendite für möglich.

Klingt nach "Alles wieder beim Alten". Falsch. Für das Anlagejahr 2011 gilt: Alles ist anders. Die Finanzkrise hat die Karten neu verteilt, was Renditechancen und Risiko der einzelnen Anlageklassen angeht. Vermeintlich sicherste Investments wie offene Immobilienfonds sind abgestürzt. Anleger müssen umdenken. Regel Nummer eins: keine Rendite ohne Risiko. Selbst die deutschen Rentenpapiere bergen inzwischen Risiken - zumindest für Anleger, die sie nicht von der Emission bis zur Rückzahlung halten. Bei aktuell rund 2,5 Prozent Rendite für zehnjährige Staatsanleihen bedeutet schon ein kleiner Dreh an der Zinsschraube hohe Kursverluste. Solch einen Zinsschub muss es zwar nicht unbedingt im Jahr 2011 geben. Auf mittlere Sicht jedoch mag nach den üppigen Geldspritzen der Notenbanken kein Vermögensverwalter eine Rückkehr der Inflation und ein Gegensteuern der Zentralbanken durch Leitzinserhöhungen ausschließen. In so einem Inflationsszenario würde es einen Einbruch an den Rentenmärkten mit heftigen Verlusten bei Anleihekursen geben.

Flexibel sein und breit streuen

Regel Nummer zwei: Ins Depot gehören künftig auch Rohstoffe sowie Unternehmensanleihen und Aktien aus Schwellenländern. Geldanlagen, die für sich betrachtet riskant erscheinen, sorgen unter dem Strich für Stabilität im Depot.

Regel Nummer drei: Flexibilität. Kaufen und liegen lassen war gestern. Langfristige Prognosen zählen derzeit wenig; das zeigt nicht zuletzt der jüngste Aufwertungswettlauf der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute in Sachen deutsches Wachstum. Innerhalb weniger Monate schraubten sie die Erwartungen von 1,5 auf 3,5 Prozent hoch. Eine Korrektur, die für 2011 auch in umgekehrter Richtung möglich ist, sprich nach unten. "Es gibt nichts, was ich ausschließe", sagt Johannes Führ, Chef der gleichnamigen Vermögensverwaltung.

Alles ist anders, nur eine Regel gilt nach wie vor: breit streuen. Mit Ausnahme einer kurzen Phase zu Beginn der Krise, in der alle Anlageklassen gleichzeitig abstürzten und selbst Diversifizierung Verluste im Depot nicht verhindern konnte, hat sich die Strategie in den vergangenen Jahren bewährt. Mit hohen Anteilen Gold, Cash und deutschen Staatsanleihen kamen Anleger gut durch die Krise. Seit Frühling 2009 erholten sich Rohstoffe und vor allem Aktien stark. Dafür kam es an den Rentenmärkten zu Verwerfungen.

Aktien sind im momentanen Zinstief wichtiger denn je. Die Höhe der anzupeilenden Aktienquote hängt in erster Linie vom Alter und der Risikoneigung ab - und natürlich von der Lage an der Börse. "Aktuell macht es noch Sinn, die gewählte Aktienquote voll auszuschöpfen", erklärt Winfried Walter, Vorstand und Fondsmanager bei Albrech & Cie. Anders als Staaten, die hoch verschuldet dastehen, haben Unternehmen die Krise zur Reorganisation genutzt. Ein gutes Beispiel dafür sind die derzeit erfolgreichen deutschen Autobauer, die ihr Engagement in Asien verstärkt haben. Privatanleger haben das Revival der Aktien in den vergangenen zwei Jahren verschlafen. Im ersten Halbjahr 2010 gab es in Deutschland so wenig Aktionäre wie zuletzt 1999. Dabei sind Aktien günstig bewertet. Der Nachholbedarf ist also groß, der Zeitpunkt zum Einstieg günstig. Mangels lukrativer Alternativen ist damit zu rechnen, dass weiter Geld in die Aktienmärkte fließt.

Dem Trend folgen - in Schwellenländer investieren

Der größte Trend für die neue Dekade: Schwellenländer. Das Wachstum von heute, morgen und übermorgen entsteht in den so genannten Emerging Markets, also den aufstrebenden Volkswirtschaften wie Brasilien oder China. Aber: "Die Masse der Privatanleger hängt hinter der Zeit zurück", klagt Führ. Der alte Reflex, Emerging Markets mit viel Risiko gleichzusetzen und auf Abstand zu gehen, kostet Rendite. Sowohl bei Rentenpapieren als auch bei Aktien. Dabei sind in diesen Märkten Staaten, Unternehmen und Haushalte geringer verschuldet als in Europa, Japan oder den USA.

Dass die Skepsis gegenüber den Emerging Markets bei Privatanlegern nach wie vor weitverbreitet ist, zeigt eine aktuelle Studie der Investmentbank Goldman Sachs. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche kann mit dem Kürzel Bric etwas anfangen (es steht für die aufstrebenden Märkte Brasilien, Russland, Indien und China). Nur jeder Zwanzigste hat in die Wachstumsregionen investiert. Dabei hat der Aktienindex MSCI BRIC, der die wichtigsten börsennotierten Unternehmen in den vier Ländern beinhaltet, in den vergangenen fünf Jahren satte 135 Prozent zugelegt. Eine Kursrally, die sich in den kommenden Jahren noch beschleunigen könnte. Albrech-&-Cie.-Vorstand Walter: "Eine wachsende Mittelschicht von weit mehr als 500 Millionen Menschen strebt nach Wohlstand - diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten." Privatanleger zögern und investieren lieber in deutsche Werte, die Profis haben ihre Strategie längst an die asiatische und südamerikanische Aufholjagd angepasst.

Und so sieht das Musterportfolio des Wirtschaftsmagazins Capital für konservative Anleger aus: 20 Prozent sind für Euro-Staatsanleihen mit Topbonität vorgesehen. 25 Prozent stecken in für Stabilitätsbewusste eher untypischen Anlagen wie Schwellenländeranleihen, Zinspapieren von Unternehmen, sogenannten Corporate Bonds, und Rohstoffen. 30 Prozent entfallen auf Aktien. Wer sich die aufwendige Auswahl ersparen will, setzt mit Fonds auf die Expertise von Profis. Chancenorientierte Anleger nutzen gerade in Zeiten, in denen kaum risikolose Zinsen möglich sind, offensivere Anlagestrategien. 20 Prozent Anleihen dürften genügen, dazu zehn Prozent Cash für schnelles Reagieren. Mit Gold, Corporate Bonds und Rohstoffen kommen weitere Renditequellen ins Depot. Den Schwerpunkt des Portfolios bilden Aktien. 25 Prozent des gesamten Depots sind in den Emerging Markets investiert, gesplittet in Aktien und Anleihen.

Information bleibt gerade 2011 Pflicht. Spitzt sich die Immobilienkrise in den USA erneut zu oder schließt die Fed die Geldquellen früher als erwartet, ist es ratsam, den Aktienanteil zu reduzieren. Springt die US-Wirtschaft dagegen schneller an als prognostiziert, steigt das Risiko einer Inflation. Dann sollte der Rentenanteil zugunsten von Aktien weiter reduziert werden.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auch in unserem Ratgeber Geldanlage.

FTD
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(