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Auf Nummer sicher investieren: Wenn Sie ruhig schlafen wollen

Wer seine Ersparnisse solide anlegen will, muss nicht nur aufs Sparbuch vertrauen. Es gibt lukrativere Alternativen. Ein Depot für alle, die ruhig schlafen wollen, auch wenn die Börsen beben.

Bleiben Sie entspannt: Geldanlagen lassen sich mit der richtigen Technik schützen

Bleiben Sie entspannt: Geldanlagen lassen sich mit der richtigen Technik schützen

Wer sein Geld auf Nummer sicher anlegen möchte, kann es sich auf den ersten Blick ganz einfach machen. Man zahlt alles auf ein Sparbuch oder Sparkonto ein. Dafür gibt es Jahr für Jahr verlässliche Zinsen. Millionen deutscher Sparer wählen diesen simplen Weg der Geldanlage. Doch mit mickrigen Zinsen zwischen einem halben und zwei Prozent bildet man kein Vermögen, vielmehr vernichtet man es. Grund ist die Geldentwertung (Inflation) von zwei Prozent und mehr im Jahr, die das Ersparte dahinschmelzen lässt.

Etwas mehr Zinsen gibt es auf einem Tagesgeldkonto. Wegen der täglichen Verfügbarkeit des Geldes eignet es sich hervorragend als Liquiditätsreserve. Bevor Sie in komplexere Anlagen investieren, sollten Sie einen Sicherheits-Puffer von zwei bis drei Monatsgehälten einrichten. Haben Sie dies geschafft, können Sie sich an den Aufbau Ihres Depots wagen.

Für risikoscheue Anleger, die auf keinen Fall etwas verlieren möchten, hat stern.de einen passenden Anlage-Mix zusammengestellt. Mit diesem Portfolio können Sie ruhig schlafen, auch wenn die Börsen beben. Zur besseren Übersicht sind die einzelnen Werte nach dem Ampelschema gekennzeichnet: Grün (sicher), Gelb (mittleres Risiko), Rot (hohes Risiko).

Der sicherheitsorientierte Anlage-Mix besteht zur Hälfte aus Anleihen, auch Renten- oder Zinspapiere genannt. Banken verkaufen ihren Kunden gern Rentenfonds, in denen Anleihen gebündelt sind. Vorsicht: Anteilskauf und laufende Bezahlung der Fondsmanager sind teuer. Günstiger ist der Direktkauf von Anleihen.

Um als sichere Anlage durchzugehen, müssen Staaten und Unternehmen mit sehr guter Bonität gewählt werden. Denn bei einer Anleihe steht zwar die Höhe des Zinses von vorneherein fest. Geht der Emittent aber pleite, ist das ganze Geld verloren. Als besonders sicher gelten Bundeswertpapiere des deutschen Staates, die allerdings auch kaum Zinsen geben.

Börse für Vorsichtige

Mit den soliden Anleihen im Rücken können sich auch Sicherheitsfans an die Börse wagen. Aktienkurse unterliegen zwar starken Schwankungen. Das Risiko relativiert sich aber, wenn man nicht auf einzelne Unternehmen setzt, sondern sein Aktieninvestment breit streut. So werden die Verluste einzelner Titel in der Regel ausgeglichen.

Es empfiehlt sich ein so genannter börsengehandelter Indexfonds (ETF), der in große Unternehmen Eurolands investiert - also ohne Währungsrisiko. Wie der Name schon vermuten lässt, folgt dieser Fonds den Wertentwicklungen des Index. Ein weiterer Vorteil: Indexfonds brauchen keine Fondsmanager, die Gebühren kosten und dabei trotzdem nur selten den Vergleichsindex schlagen.

Um das Risiko zu streuen, haben wir noch einen kleinen Anteil an Rohstoffen und Immobilien in das Depot aufgenommen sowie einen zusätzlichen Tagesgeldpuffer eingeplant.

Das gesamte Depot in der grafischen Übersicht

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