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Insolvenzversteigerung: Pokale, Schuhe, Schweißbänder: Diese persönlichen Stücke von Boris Becker kommen unter den Hammer

Wimbledon-Trophäen, alte Schuhe, sogar Socken: Boris Beckers Insolvenzverwalter in London versucht derzeit alles zu Geld zu machen, dessen er habhaft werden kann. Insgesamt kommen 81 Stücke unter den Hammer.

Boris Beckers US-Open-Trophäe wird ebenso versteigert wie Schuhe und andere Andenken

Boris Beckers US-Open-Trophäe wird ebenso versteigert wie Schuhe und andere Andenken

Es läuft nicht wirklich rund für Boris Becker. Neben der Trennung von seiner Frau Lilly belasten die Tennislegende weiterhin seine chronischen Geldprobleme. Im vergangenen Jahr hatte ein britisches Gericht Becker wegen einer offenen Millionenforderung für bankrott erklärt. Insgesamt soll Becker seinen Gläubigern 61 Millionen Euro schulden.

Nun versucht der eingesetzte Insolvenzverwalter Beckers verbliebenen Besitz zu Geld zu machen. Und während sich die Suche nach den großen Vermögenswerten als schwierig gestaltet (mehr dazu lesen Sie hier), kommen nun alle möglichen Andenken an Beckers sportliche Erfolge unter den Hammer. Insgesamt 81 persönliche Memorabilia versteigert das britische Online-Auktionshaus Wyles Hardy & Co bis zum 28. Juni übers Internet. Die Liste reicht von teuren Armbanduhren über Trophäen bis hin zu ausgelatschten Turnschuhen, Schweißbändern und Socken.

Sogar die Wimbledon-Pokale von Boris Becker müssen weg

Die höchsten Erlöse versprechen die Pokale, die Becker für seine Siege in Wimbledon erhalten hat: Für zwei Versionen der Renshaw Cup Trophy liegen die Gebote derzeit bei 10.000 und 10.250 britischen Pfund, umgerechnet jeweils mehr als 11.000 Euro. Auch zahlreiche weitere Auszeichnungen von Beckers Turniersiegen sind zu haben. Für die Kopie der Davis-Cup-Trophäe von 1988 werden aktuell 6500 Pfund geboten. Der Pokal des US-Open-Siegs 1989 steht bei 8300 Pfund. Auch für zahlreiche goldene und silberne Gedenkmünzen stehen die Gebote schon im mittleren vierstelligen Bereich. Zu haben sind auch der Bambi 1985 für den "Mann des Jahres" sowie die Goldene Kamera, die Becker 1989 erhalten hat und der gläserne Deutsche Fernsehpreis 1999.

Zu Geld gemacht werden aber nicht nur glänzende Pokale, sondern auch ganz spezielle Andenken wie die getragenen Schuhe, in denen Boris 1996 Michael Chang im Finale der Australian Open in vier Sätzen nieder rang. Auch Shirts, Hosen, Schweißbänder und sogar Socken des Tennisstars kann man sich für die heimische Vitrine sichern. Boris Beckers Anwalt äußerte sich auf Anfrage nicht zu der Versteigerung. 

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