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"Die einzige Scheiße hier ...": DHL-Service-Mitarbeiter platzt auf Twitter der Kragen. Das hat Konsequenzen

Bei der Arbeit mit Kunden kann einem schon mal die Hutschnur reißen. Nur passiert das besser nicht, wenn 37.000 Follower auf Twitter mitlesen. So wie gerade bei DHL geschehen.

Dem Ausraster des DHL-Mitarbeiters war eine Kundenbeschwerde vorausgegangen

Dem Ausraster des DHL-Mitarbeiters war eine Kundenbeschwerde vorausgegangen

Alle Jahre wieder stemmen Paketdienste gerade mit dem Beginn der Weihnachtszeit einen Berg an Arbeit. Dass diese oft zur Unzufriedenheit der Kunden erledigt wird ist dabei so sicher wie der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Pakete kommen zu spät, gehen verloren, werden gerade bei dem Nachbarn abgegeben, der nie da ist ... Die Farbpalette der Wut darüber reicht von rot bis dunkellila.

Nutzer-Beschwerde provoziert gepfefferte Antwort von DHL

Der logistische Wahnsinn kann dabei schon an den Nerven zehren – und das nicht nur auf Seiten der Kunden. Nachzulesen ist das in einem Streitgespräch auf Twitter. Twitter-Nutzer "Leon - ShortByte" war nicht glücklich mit seiner Lieferung und schrieb an "DHL Paket": "Was soll so eine Scheiße?" Er habe auf ein Produkt gewartet, das er brauche, es sollte heute noch kommen, dann eine Stunde vor voraussichtlicher Ankunft die E-Mail, dass sich die Zustellung verspäten würde. "Wenn man schon feste Daten sagt.. sollte man diese einhalten", schließt der Kunde seinen Tweet. Auf diese Kundenbeschwerde folgte die Antwort eines DHL-Service-Mitarbeiters, dem endgültig der Kragen platzte. Und mit seiner heftigen Wortwahl hatte wohl keiner gerechnet:

Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus. Mancher Twitter-Nutzer gratulierte dem Mitarbeiter zu seinem "ersten Schritt zur Selbstbefreiung". Andere waren weniger verständnisvoll und forderten die "sofortige fristlose Entlassung dieses unverschämten Mitarbeiters an der Tastatur". Auch andere Firmen nahmen mit einem Augenzwinkern an der Twitter-Diskussion teil. So lud "Lieferando" zum "Versöhnungsessen" ein und "Snickers Deutschland" kommentierte trocken: "Iss nen Snickers...". Als der Feed so richtig Fahrt aufnimmt stehen aber doch mehr Nutzer hinter dem wütenden DHL-Mitarbeiter: "Also ich bestell ab jetzt NUR NOCH mit DHL. Da bekommt man wenigstens noch ehrliches Feedback", schreibt ein User auf Twitter. Ein anderer schreibt: " Sicher hätte eine Antwort professioneller ausfallen können, aber was man sich mitunter anhören muss, ist grenzwertig. Ich hoffe sehr, dass DHL hier Verständnis hat."

"Wir haben bereits Konsequenzen gezogen"

Ob DHL jedoch Verständnis für den Mitarbeiter aufbrachte, ist fraglich. Stunden später entschuldigten sie sich auf Twitter für den verbalen Aussetzer des Kollegen und schrieben: "Da ist richtig was schief gelaufen und darf so einfach nicht passieren! Ihre Reaktionen sind absolut nachvollziehbar. Wir entschuldigen uns aufrichtig! Wir haben bereits Konsequenzen gezogen."

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