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Finanzkrise: Wenn das Geld verschwunden ist

Die internationale Finanzkrise ist auch eine nationale Krise geworden: Plötzlich müssen deutsche Anleger feststellen, dass ihr Geld bedroht ist - weil es keineswegs so sicher angelegt wurde, wie eigentlich versprochen. Sind auch Sie betroffen? Erzählen Sie uns Ihre Erlebnisse.

Es vergeht kein Tag ohne eine neue Hiobsbotschaft aus der weltweiten Banken- und Finanzszene. Zwar hat die Bundesregierung quasi in letzter Minute einen Rettungsplan für die gestrauchelte Hypo-Real-Estate gezimmert. Und auch sonst ist sie um weitere Lösungen bemüht: Ihr Vorgehen, weitreichende Staatsgarantien für die Spareinlagen der Bürger anzugeben, findet in der EU immer mehr Nachahmer. Doch der gemeinsame Auftritt von Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Peer Steinbrück hat auch eines unmissverständlich klar gemacht: Die internationale Finanzkrise hat nun auch den deutschen Sparer erreicht.

Denn schon müssen auch hierzulande die ersten Bankkunden feststellen, dass ihr Geld keineswegs so sicher angelegt wurde, wie eigentlich von ihnen gedacht. Kleinanleger berichten von der unschönen Entdeckung, dass sie ihr Geld auf Anraten ihres Bankberaters in Investmentzertifikate der Pleite-Bank Lehman Brothers gesteckt hatten. Ergebnis: Geld futsch.

Sie dürften kein Einzelfall bleiben: Rund 170 verschiedene Produkte im Gegenwert eines zweistelligen Millionen-Euro-Betrages hat die US-Bank in Deutschland emittiert. Derzeit geht die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) davon aus, dass diese Anleihen und Zertifikate bei Endfälligkeit nicht - oder nicht vollständig - zurückgezahlt werden.

Kein Wunder, dass sich beim DSW die Anrufe besorgter Anleger häufen. Die Betroffenen schließen sich in Interessengruppen zusammen und versuchen so, wenigstens einen Teil ihrer Ansprüche geltend zu machen.

Deshalb wollen wir wissen: Sind auch Sie betroffen? Hat die Finanzkrise Ihre Geldanlage angegriffen? Sind Sie falsch beraten worden? Oder haben Sie noch Fragen, die Ihnen keiner beantwortet? Erzählen Sie uns davon unter aktion@stern.de.

spi