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Fünf Milliarden Euro zusätzlich: Airbus drohen enorme Zusatzkosten mit A400M

Der Militärtransporter A400M wird nach einem Zeitungsbericht offenbar deutlich teurer als vertraglich vereinbart. Der Hersteller Airbus habe für das Rüstungsprojekt eine Größenordnung von rund fünf Milliarden Euro zusätzlich veranschlagt, berichtete die Zeitung "Die Welt" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Der Militärtransporter A400M wird nach einem Zeitungsbericht offenbar deutlich teurer als vertraglich vereinbart. Der Hersteller Airbus habe für das Rüstungsprojekt eine Größenordnung von rund fünf Milliarden Euro zusätzlich veranschlagt, berichtete die Zeitung "Die Welt" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Andere Quellen nannten demnach sogar Zusatzkosten von 5,5 Milliarden Euro. Derzeit berieten die Bestell-Nationen mit dem Airbus-Mutterkonzern EADS über die Zukunft des A400M-Programms. In einem Vertrag war ein Festpreis von 20 Milliarden Euro für das Projekt vereinbart - eine Zusatzforderung von fünf Milliarden Euro entspräche also einer Verteuerung von 25 Prozent.

EADS erklärte zu dem Bericht, die Verhandlungen mit den Partnerstaaten seien noch im Gange. Das Unternehmen warnte zudem vor möglichen Fehlinterpretationen von "aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen". Deutschland, Frankreich und weitere europäische Länder haben bei Airbus 180 Maschinen bestellt, die Fertigstellung des A400M verzögert sich aber bereits seit Jahren.

Der Erstflug ist dem Bericht zufolge derzeit für Dezember geplant. Noch sei unklar, wie die entstandenen Mehrkosten verteilt werden. Airbus und die Bestell-Nationen wollten hierzu bis Anfang kommenden Jahres eine Lösung vorstellen.

AFP / AFP