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News des Tages: Frau entdeckt brennende Person vor Parkhaus

Zugunglück in den USA - zwei Tote und Dutzende Verletzte +++ Jörg Urban wird neuer Vorsitzender der AfD in Sachsen +++ Lawine reißt zwei Skifahrer in Italien in den Tod +++Die News des Tages im stern-Ticker.

News des Tages: Blaulicht eines Polizeiwagens

Die Polizei in Stralsund hat die Ermittlungen aufgenommen (Symbolbild)

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Lawine reißt zwei Skifahrer in Italien in den Tod (12.16 Uhr) 

  • Zugunglück in den USA - zwei Tote und viele Verletzte (12.13 Uhr) 

  • Joachim Gauck in Mannheim mit Carlo-Schmid-Preis geehrt (10.48)

  • A400M defekt: Deutsche Soldaten sitzen in fest (08.35 Uhr)

  • gab 72,2 Millionen Euro für G20-Gipfel aus (06.45 Uhr) 

  • Spanische zerschlägt Pädophilenring - 40 Festnahme (05.05 Uhr) 

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 15.11 Uhr: Frau entdeckt brennende Person vor Parkhaus  +++

Grausige Entdeckung in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern). Dort alarmierte am Sonntagmorgen um kurz vor 8 Uhr eine Frau die Polizei, weil vor einem Parkhaus etwas brennen würde, möglicherweise eine Person. Als die Rettungskräfte eintrafen, bestätigte sich der Verdacht. Der eingesetzte Notarzt konnte nur noch den Tod der Person feststellen. Identität und Geschlecht des Leichnams seien noch unklar. Möglicherweise handelt es sich jedoch um eine männliche Person. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die etwas zum Sachverhalt sagen können oder Beobachtungen gemacht habe, sich an das Polizeihauptrevier in Stralsund unter 03831/2890-624 oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden. 

+++ 12.16 Uhr: Lawine reißt zwei Skifahrer in Italien in den Tod +++

Eine Lawine hat in den Abruzzen in Italien zwei Skifahrer in den Tod gerissen. Die beiden Opfer seien am Sonntag verschüttet worden, als sie außerhalb der Piste des Skigebiets Campo Felice unterwegs gewesen seien, twitterte die Bergrettung. Laut Ansa wurden sie tot geborgen. Ein weiterer Skifahrer sei leicht verletzt worden, berichtete "Corriere della Sera". Ob es sich bei den Opfern um Italiener handelte, wurde zunächst nicht bekannt.

+++ 12.13 Uhr: Zugunglück in den USA - zwei Tote +++

Bei einem Zugunglück in den USA sind nach offiziellen Angaben zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Passagierzug war im Bundesstaat South Carolina mit einem Güterzug zusammengestoßen, wie Behörden und Rettungskräfte meldeten. Mehr als 50 Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte der Sheriff im Bezirk Lexington am Sonntagmorgen (Ortszeit) auf Twitter mit.

Der Zug Nummer 91 der Bahngesellschaft Amtrak war in der Nacht zum Sonntag von New York nach Miami in Florida unterwegs, als er mit dem Güterzug zusammenstieß, so der Sender NBC unter Berufung auf Amtrak. An Bord waren NBC zufolge 139 Fahrgäste und 8 Mitarbeiter. Einige Waggons seien entgleist, schrieb der Sheriff von Lexington auf Twitter. Über die Unglücksursache war noch nichts bekannt. 

+++ 11.50 Uhr: Urban neuer AfD-Vorsitzender in Sachsen +++

Jörg Urban ist neuer Vorsitzender der AfD in Sachsen. Ein Mitgliederparteitag in Hoyerswerda bestimmte den Vorsitzenden der Landtagsfraktion am Sonntag zum Nachfolger der im September ausgetretenen Frauke Petry. 338 der Mitglieder stimmten für den 53-jährigen Meißner, 32 dagegen, 5 enthielten sich. Seine Wahl sei aber noch kein Vorentscheid über die Spitzenkandidatur im kommenden Jahr. Dafür sollte sich die Partei noch bis Jahresende Zeit lassen, "um zu gucken, wer das beste Zugpferd ist", sagte Urban. Die AfD habe bei der Wahl die Chance, stärkste Kraft zu werden und den künftigen Ministerpräsidenten zu stellen. "Und das werden wir auch."

Jörg Urban, Fraktionsvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD)

Jörg Urban ist neuer Vorsitzender der AfD in Sachsen

DPA


+++ 10.48 Uhr: Joachim Gauck in Mannheim mit Carlo-Schmid-Preis geehrt +++

Alt-Bundespräsident Joachim Gauck (78) ist in Mannheim mit dem Preis der SPD-nahen Carlo-Schmid-Stiftung ausgezeichnet worden. Gauck werde unter anderem als Brückenbauer zwischen Ost und West in Deutschland und Europa geehrt, begründete die Stiftung mit Sitz in Stuttgart am Samstag. Stiftungschef Siegmar Mosdorf überreichte Gauck die Auszeichnung am Samstag bei einer Feierstunde im Schloss der nordbadischen Stadt. Die Laudatio hielt der ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin.

Der Carlo-Schmid-Preis besteht neben einer Geldsumme aus einer Plastik des Künstlers Hans Scheib. Die Bronze stellt in Anlehnung an Friedrich Hölderlins Roman "Hyperion" eine Figur dar, die den "Schritt nach vorn - den Fortschritt" wagt. Die Auszeichnung haben bereits unter anderem die inzwischen gestorbenen Politiker Hans-Dietrich Genscher (FDP) und Helmut Schmidt (SPD) sowie der Fernsehsender Arte erhalten. Der 1940 in Rostock geborene Gauck amtierte von 2012 bis 2017 als Bundespräsident.

+++ 08.35 Uhr: A400M defekt: Deutsche Soldaten sitzen in Mali fest +++

 Insgesamt 89 in Mali eingesetzte deutsche Soldaten warten seit Tagen auf eine Rückflugmöglichkeit aus dem westafrikanischen Krisenstaat in den Heimaturlaub. Eigentlich hätten die Soldaten schon vor einigen Tagen nach vier Monaten Einsatz nach Deutschland fliegen sollen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Sonntag. Aber ein für die Abholung eingeplanter A400M ist defekt. Nun sollten die Soldaten in den kommenden Tagen auf zivile Linienflüge von Bamako nach Europa gebucht werden, sagte der Sprecher. Zunächst berichtete die "Bild am Sonntag" über die Verzögerung. Der A400M gilt zwar als modernstes militärisches Transportflugzeug der Welt. Doch an den Maschinen gibt es immer wieder technische Probleme. Die Bundeswehr verfügt über 14 A400M.


+++ 06.45 Uhr: Bundesregierung gab 72,2 Millionen Euro für G20-Gipfel aus +++

Die Bundesregierung hat für den G20-Gipfel in Hamburg 72,2 Millionen Euro ausgegeben. Das geht aus einer Aufstellung des Finanzministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach kostete alleine der Einsatz von Bundespolizei, Bundeskriminalamt, Technischem Hilfswerk und Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 27,7 Millionen Euro. Das Bundespresseamt gab 22,1 Millionen für die Betreuung der tausenden akkreditierten Journalisten und für die eigene Kommunikation aus. Für die organisatorische und logistische Vorbereitung des Besuchs der Staats- und Regierungschefs in Hamburg veranschlagte das Auswärtige Amt 21,7 Millionen Euro. Das Verteidigungsministerium gibt die Kosten für die "technische Amtshilfe" der Bundeswehr für die Sicherheitskräfte des Bundes und der Länder mit 300.000 Euro an. Hinzu kommen 400.000 Euro für eine Veranstaltung des Bundesfinanzministeriums mit dem Titel "G20-Finance Track". Die Aufstellung gibt nur den Teil der Kosten wieder, die der Bund zu tragen hat. Die Hamburger Landesregierung hat noch keine Kostenrechnung veröffentlicht.

+++ 05.38 Uhr: Vier Tote nach Explosion in chinesischer Chemiefabrik +++

Bei einer Explosion in einem Chemiewerk in Ostchina sind vier Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere wurden verletzt, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. Das Unglück passierte demnach am Samstag bei Wartungsarbeiten im Werk Jinshan in einer Wirtschaftszone der Stadt Linshu (Provinz Shandong). Die Polizei nahm den Besitzer der Fabrik in Gewahrsam. Behörden leiteten eine Untersuchung ein, um die Ursache der Explosion zu klären. 

+++ 05.05 Uhr: Spanische Polizei zerschlägt Pädophilenring - 40 Festnahmen +++

Die spanische Polizei hat einen landesweit tätigen Pädophilenring zerschlagen und im Rahmen einer groß angelegten Operation 40 Verdächtige festgenommen. Sie sollen über das Internet entsprechendes Material ausgetauscht haben und spezielle Software verwendet haben, um den Zugriff der Sicherheitskräfte zu erschweren, hieß es am Samstag in einer Mitteilung. Der Inhalt des sichergestellten Materials sei "extrem schwerwiegend". Unter den Festgenommenen seien Lehrer, Ingenieure und Beamte ebenso wie Arbeitslose und Rentner, hieß es. Die Verdächtigen wurden in 17 Provinzen gefasst, darunter Madrid, Barcelona, Alicante und Córdoba. Bei Dutzenden Hausdurchsuchungen beschlagnahmten Einsatzkräfte zahlreiche Laptops, mehr als 100 Festplatten, DVDs, Fotografien und Videos.


+++ 04.15 Uhr: Union und SPD im Schlussspurt der Koalitionsverhandlungen +++

CDU, CSU und SPD gehen am Sonntag in den Endspurt ihrer Koalitionsverhandlungen über eine Fortsetzung der schwarz-roten Regierung. Es wurde erwartet, dass beide Seiten in der SPD-Zentrale in Berlin zunächst zu getrennten Vorberatungen zusammenkommen. Um 11.30 Uhr sollte erneut die 15er-Spitzenrunde der Unterhändler um Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel, den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz sowie CSU-Chef Horst Seehofer zusammenkommen. Offen war, ob die Verhandlungen tatsächlich wie ursprünglich geplant abgeschlossen werden können.


03.15 Uhr: Brasilianische Rentenkasse verlangt von Staatschef Temer Lebensbeweis +++

Eine brasilianische Rentenkasse hat von Staatschef Michel Temer einen Lebensbeweis verlangt - und ihm Zahlungen gestrichen, weil er nicht persönlich vorstellig wurde. Der 77-Jährige kommentierte den Vorfall am Samstag gut gelaunt: Er sei glücklich, wie jeder andere Brasilianer behandelt zu werden, sagte der Präsident im Sender Rede TV. Er könne aber versichern, dass es ihm "gut, wirklich gut" gehe. Brasilianer müssen ein Mal im Jahr bei ihrer Rentenkasse vorstellig werden und damit beweisen, dass sie noch am Leben sind. Die nationale Rentenkasse verlangte das gleiche von Temer, der als früherer Staatsanwalt eine Pension bezieht. Weil der konservative Staatschef den Behördengang nicht auf sich nahm und damit formell gesehen den Lebensbeweis schuldig blieb, wurde die Pension für November und Dezember nicht ausgezahlt, wie die Zeitung "O Globo" kürzlich berichtete. Der Zufall will, dass der höchst unbeliebte Präsident derzeit versucht, eine umstrittene Rentenreform durchzuboxen. Unter anderem soll das Renteneintrittsalter erhöht werden.

+++ 02.15 Uhr: Schulz nicht ins Kabinett? SPD-Debatte um Parteichef +++

In der SPD gibt es wachsende Bedenken gegen den Gang von Parteichef Martin Schulz als Minister und Vizekanzler in das Kabinett der geplanten großen Koalition. Intern wird die Frage nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verstärkt diskutiert, aber wegen der laufenden Verhandlungen und mit Blick auf die Autorität von Schulz sind nur wenige bereit, sich hierzu öffentlich klar zu äußern.  "Ich glaube, dass es im Moment sehr schwer zu vermitteln ist, dass der Vorsitz der Partei vereinbar ist mit der Organisationstätigkeit eines Vizekanzlers und der Reisetätigkeit eines Außenministers", sagte die niedersächsische Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf der dpa. Entscheidend sei der Erneuerungsprozess. "Die Partei braucht jetzt sehr intensive Betreuung, eine Art Wiederaufbau quasi." Zuvor hatte unter anderem der designierte thüringische SPD-Chef Wolfgang Tiefensee in der "Welt" Schulz dazu aufgefordert, nicht in das geplante Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu gehen.

+++ 01.49 Uhr: Umfrage: AfD und FDP steigen in der Wählergunst +++

Während Union und SPD eine Neuauflage der großen Koalition verhandeln, steigen AfD und FDP in der Wählergunst. In einer Emnid-Erhebung für die "Bild am Sonntag" kommt die AfD nun auf 13 Prozent, die FDP auf 9 Prozent. Beide Parteien verbesserten sich gegenüber der Vorwoche um je einen Zähler.

Die Union verliert dagegen an Zustimmung. Die CDU/CSU kommt auf 33 Prozent, ein Punkt weniger als vor einer Woche. Die SPD bleibt bei 20 Prozent. Auch Grüne (11 Prozent) und Linke (10 Prozent) bleiben unverändert.

+++ 01.45 Uhr: Komplikationen nach Darm-OP - Tauber musste notoperiert werden +++

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat sich einem Medienbericht zufolge wegen gefährlicher Komplikationen nach einer geplanten Darmoperation einer weiteren Not-OP unterziehen müssen. Wie "Bild am Sonntag" berichtete, verbrachte der 43-Jährige nach dem Eingriff zwölf Tage auf der Intensivstation. Inzwischen befinde sich der Politiker auf dem Weg der Besserung, er habe das Krankenhaus am Donnerstag verlassen. "Das war eine extrem harte Zeit", sagte Tauber der Zeitung. Es gehe ihm deutlich besser, "aber ich werde noch einige Zeit brauchen, um wieder vollständig gesund zu werden". Dem Bericht zufolge beginnt Tauber kommende Woche eine mehrwöchige Reha. Sein nächstes Ziel: "In der Sonne sitzen und eine eiskalte Cola trinken." 

CDU-Generalsekretär Peter Tauber

CDU-Generalsekretär Peter Tauber verbrachte zwölf Tage auf der Intensivstation

DPA


+++ 01.04 Uhr: Oettinger: EU-Mittel für Bauern und Regionen werden gekürzt +++

Deutsche Bauern und Regionen werden ab 2021 wohl weniger Geld aus Brüssel bekommen. EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger sagte der "Welt am Sonntag": "Es wird keinen Kahlschlag geben, wie einige befürchten. Aber auch in Deutschland werden sich Landwirte und Regionen auf finanzielle Kürzungen einstellen müssen." Die entsprechenden Fördertöpfe - die Agrar- und Kohäsionsfonds - sollen nach seinen Worten um jeweils fünf bis zehn Prozent gekürzt werden. Oettinger bereitet derzeit seinen Entwurf für den nächsten mehrjährigen Haushaltsrahmen für die Jahre nach 2020 vor. Im Budget fehlen dann wegen des Brexits voraussichtlich bis zu 14 Milliarden Euro an britischen Beiträgen. Gleichzeitig will Oettinger für einige Aufgaben wie Verteidigung oder Migrationspolitik mehr Geld einplanen.
Im Haushalt soll deshalb umgeschichtet werden. Zudem sollen die EU-Länder zehn bis 20 Prozent mehr einzahlen. Deutschland wird nach Oettingers Worten "eine Mehrbelastung im einstelligen Milliardenbereich zu schultern haben".

+++ 00.42 Uhr: Mindestens elf Soldaten bei Selbstmordanschlag in Pakistan getötet +++

Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind am Samstag mindestens elf Soldaten getötet worden. 13 weitere Soldaten seien bei der Attacke auf einen Stützpunkt im Swat-Tal verletzt worden, teilte die pakistanische Armee mit. Demnach nahm der Angreifer den Sportplatz des Stützpunkts ins Visier. Die radikalislamischen pakistanischen Taliban nahmen die Tat für sich in Anspruch. Im Nordwesten Pakistans verüben Extremisten immer wieder Anschläge, auch wenn die Gewalt in der Grenzregion zu Afghanistan in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Die pakistanischen Taliban hatten zwischen 2007 und 2009 faktisch die Kontrolle über das Swat-Tal und setzten dort die Scharia durch, bis sie von der Armee zurückgedrängt wurden.

jek / DPA / AFP