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News des Tages: Rebellen in Syrien schießen russischen Kampfjet ab

Syrische Rebellen schießen russischen Kampfjet ab +++ Cheftrainer des US-Frauenteams tritt nach Missbrauchskandal zurück +++ VW will US-Diesel-Prozesse wegen Nazi-Vergleichs verschieben lassen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Syrien

Syrische Rebellen am 1. Februar auf einem Motorrad südwestlich von Aleppo

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Rebellen in Syrien schießen russisches Flugzeug ab - Pilot gefangen (16.32 Uhr)

  • Valeri Liukin tritt als Koordinator des US-Turnverbands zurück (15.42 Uhr) 

  • USA und Mexiko vereinbaren Ausbau der Zusammenarbeit im Anti-Drogenkampf (15.21 Uhr) 

  • VW will US-Diesel-Prozesse wegen Nazi-Vergleichs verschieben lassen (10.19 Uhr)

  • US-Aufseher greifen gegen Skandalbank Wells Fargo durch (07.25 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 16.32 Uhr: Rebellen in Syrien schießen russisches Flugzeug ab +++

In der nordsyrischen Provinz Idlib haben Rebellen nach Angaben von Aktivisten ein russisches Flugzeug abgeschossen. Der Pilot, der sich mit einem Fallschirm retten konnte, sei gefangen genommen worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Demnach handelte es sich bei dem Flugzeug um ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-25.

15.42 Uhr: Liukin tritt als Koordinator des US-Turnverbands zurück +++

Valeri Liukin, Cheftrainer des US-Frauenteams, ist zurückgetreten

Valeri Liukin, Cheftrainer des US-Frauenteams, trat im September 2016die Nachfolge von Martha Karolyi an

Picture Alliance

Im Zuge des Missbrauchskandals um den mittlerweile verurteilten Teamarzt Larry Nassar ist nun auch der Cheftrainer des US-Frauenteams, Valeri Liukin, von seinem Amt zurückgetreten. Der US-Verband USAG bestätigte den Rückzug am Freitag (Ortszeit) auf seiner Homepage. Zuvor hatten mehrere US- Medien eine Erklärung des Doppel-Olympiasiegers von 1988 verbreitet. Als Hauptgrund für seinen Schritt führte Liukin die heftigen Turbulenzen an, in der sich der US-Verband seit der Aufdeckung des Skandals um den mittlerweile verurteilten Nassar befindet. "Ich habe mich wirklich darauf gefreut, dieses Programm umzusetzen und unserem Land und dem Turnen Erfolg zu bringen", schrieb Liukin, in seiner Erklärung. "Aber das gegenwärtige Klima verursacht mir und vor allem meiner Familie viel zu viel Stress, Schwierigkeiten und Unsicherheit". Er habe sein "ganzes Leben lang Turnen geliebt. Er sei jedoch zu der Überzeugung gelangt, dass es nun an der "Zeit sei, in eine andere Richtung zu gehen, zumindest für den Moment".  

Richterin Aquilina


+++ 15.21 Uhr: USA und Mexiko vereinbaren Ausbau der Zusammenarbeit im Kampf gegen Drogen +++

Beim Mexiko-Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson haben beide Staaten den Ausbau ihrer Zusammenarbeit beim Anti-Drogenkampf vereinbart. Nach einem Treffen mit seinem mexikanischen Kollegen Luis Videgaray und der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland am Freitag in Mexiko-Stadt sagte Tillerson, Rauschgift - Kokain, Heroin, Fentanyl und andere Opioide - habe "fürchterliche Auswirkungen" in allen drei Ländern. Die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko sind seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump gespannt. Ein Grund sind dessen Pläne zum Bau einer Mauer an der mexikanischen Grenze. Der US-Präsident begründet sie mit der Notwendigkeit, "illegale Einwanderer" abzuhalten und den Drogenhandel zu unterbinden. Auf Drängen Trumps wird im kommenden Monat zudem über das Freihandelsabkommen Nafta zwischen den USA, Mexiko und Kanada neu verhandelt. Wenn die Neuverhandlungen keine Verbesserungen für die USA bringen, will Trump das Abkommen ganz aufkündigen.

+++ 13.42 Uhr: Polizei: Verletzte in Macerata sind Ausländer +++

Durch die Schüsse aus einem fahrenden Auto im italienischen Macerata sind der Polizei zufolge ausschließlich Ausländer verletzt worden. Der mutmaßliche Schütze sei festgenommen worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Nach Medienberichten wurden durch die Schüsse im Stadtzentrum sechs Menschen verletzt, davon vier schwer.

+++ 13.01 Uhr: Schüsse in Macerata: Bürger sollen in Häusern bleiben +++

In der mittelitalienischen Stadt Macerata sind mehrere Menschen durch Schüsse aus einem Auto verletzt worden. "Es gibt Verletzte", twitterte die Polizei und rief dazu auf, öffentliche Plätze in der 42.000-Einwohner-Stadt in der Region Marken zu meiden.
Bei den Verletzten handele es sich nicht um Italiener, die Nationalität blieb aber unklar.

Ein bewaffneter Mann sei in Macerata unterwegs, warnte die Gemeinde in sozialen Medien. "Aus Sicherheitsgründen ruft der Bürgermeister Romano Carancini die Bürger dazu auf, in ihren Häusern, an ihren Arbeitsplätzen und in den Schulen zu bleiben", hieß es in einem Tweet.

Die Polizei stand für Nachfragen zunächst nicht zur Verfügung. Eine Sprecherin im Rathaus sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittag: "Vor zwanzig Minuten habe ich nur Sirenen gehört. Mittlerweile ist es ruhiger."


+++ 12.22 Uhr: Unbekannter schießt aus Auto in Italien - mehrere Verletzte +++

Im italienischen Macerata soll ein Unbekannter laut Medienberichten Schüsse aus einem Auto abgegeben haben. Mehrere Menschen seien am Samstag verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Der Bürgermeister der Stadt, Romano Carancini, rief die Bürger demnach auf, ihre Häuser nicht zu verlassen.  Nach Angaben des Nachrichten-Fernsehsenders Rai News 24 wurden die Schüsse von einem Alfa Romeo aus abgefeuert, in dem zwei Verdächtige saßen. Die beiden Insassen würden derzeit von der Polizei gesucht.

+++ 10.19 Uhr: VW will US-Diesel-Prozesse wegen Nazi-Vergleichs verschieben lassen +++

Im Abgas-Skandal will Volkswagen US-Gerichtsprozesse wegen eines Nazi-Vergleichs des Klägeranwalts um je sechs Monate verschieben lassen. Die US-Tochter des deutschen Autobauers reichte am Freitagabend (Ortszeit) einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Gericht in Fairfax, Virginia, ein. Da der Anwalt VW öffentlich mit "Hitler, dem Holocaust und anderem Horror", in Verbindung gebracht habe, könnten die Fälle nicht in der aktuellen Atmosphäre verhandelt werden, heißt es in dem der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Antrag. Ohne eine "Abkühlungsperiode" sei ein fairer Prozess unmöglich.


+++ 09.26 Uhr: Israel fliegt nach Raketenbeschuss Luftangriff im Gazastreifen +++

Nach Raketenbeschuss aus dem hat die israelische Luftwaffe einen Stützpunkt der radikalislamischen Hamas angegriffen. Dies teilte die Armee in der Nacht zum Samstag mit.
Berichte von Verletzten gab es zunächst nicht. Bereits am späten Donnerstagabend hatten militante Palästinenser eine Rakete aus dem Küstengebiet in den Süden Israels abgefeuert. Die Armee hatte auch darauf mit einem Luftangriff auf einen Hamas-Stützpunkt reagiert. Nach der umstrittenen US-Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt Anfang Dezember war es in den Palästinensergebieten zu teilweise blutigen Unruhen gekommen. Zudem feuerten militante Palästinenser vermehrt Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel.

+++ 07:25 Uhr: US-Aufseher greifen gegen Skandalbank Wells Fargo durch +++

Die Aufseher der US-Notenbank Federal Reserve haben nach einem Skandal um Scheinkonten und andere dubiose Geschäftspraktiken empfindliche Strafen gegen den Kreditriesen verhängt. Gegen die Großbank werde ein Wachstumsstopp verhängt, bis die Unternehmensführung und die internen Kontrollen ausreichend verbessert würden, teilte die Fed am Freitagabend (Ortszeit) mit. Konkret bedeutet das, Wells Fargo darf seine Bilanzsumme vorerst nicht über das Niveau von Ende 2017 ausweiten. Zudem muss das Finanzinstitut bis April drei Verwaltungsräte austauschen und einen weiteren bis Ende des Jahres. Die Fed nannte hierzu keine Namen.  

+++ 06.05 Uhr: "Nürnberger Nachrichten"-Herausgeber Bruno Schnell gestorben +++

Der Herausgeber und Verleger der "Nürnberger Nachrichten", Bruno Schnell, ist tot. Er sei bereits am 27. Januar im Alter von 88 Jahren gestorben, teilte die Chefredaktion der Zeitung mit. Schnell sei im engsten Familienkreis beigesetzt worden. Über sechs Jahrzehnte hinweg prägte er die Entwicklung der "Nürnberger Nachrichten" (NN), der "Nürnberger Zeitung" (NZ) und ihrer Außenausgaben in Nordbayern.

Bruno Schnell war Herausgeber und Verleger der "Nürnberger Nachrichten"

Herausgeber und Verleger der "Nürnberger Nachrichten": Bruno Schnell wurde 88 Jahre alt

DPA


+++ 04.22 Uhr: US-Justiz beschuldigt nach Massenmord von Las Vegas Munitionslieferanten +++

Die US-Justiz hat nach dem Massaker von Las Vegas mit 58 Toten einen mutmaßlichen Munitionslieferanten des Heckenschützen beschuldigt. Douglas Haig soll ohne Lizenz panzerbrechende Munition hergestellt und diese an den Schützen Stephen Paddock verkauft haben, wie Staatsanwältin Dayle Elieson am Freitag (Ortszeit) mitteilte. Der 55-Jährige wurde nach seiner Festnahme gegen Kaution freigelassen. Eine Anhörung vor einem Gericht in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona wurde auf den 15. Februar festgelegt. Bei einer Verurteilung drohen Haig bis zu fünf Jahre Haft und 250.000 US-Dollar Geldstrafe.

Paddock soll Haig im vergangenen September in dessen Haus nahe Phoenix besucht haben, um panzerbrechende Munition zu kaufen, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Demnach wurden im Hotelzimmer, von dem aus Paddock am 1. Oktober auf die Besucher eines Countrymusik-Festivals schoss, nicht abgefeuerte Kugeln mit Haigs Fingerabdrücken gefunden. Der Beschuldigte hatte zuvor eine Internetseite betrieben, über die er panzerbrechende Munition in eine Reihe von US-Bundesstaaten kaufte. Solche Geschossen können Panzerungen durchbrechen und gelten als besonders gefährlich.

Schießerei bei Konzert: Videos zeigen den Moment der Attacke in Las Vegas


+++ 03.36 Uhr: UN-Bericht: Nordkorea umgeht Sanktionen +++

Nordkorea hat laut einem UN-Bericht wiederholt internationale Sanktionen umgangen und Millionen durch illegale Exporte eingenommen. Das meldeten US-Medien übereinstimmend in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf das Dokument eines Expertengremiums der Vereinten Nationen. Demnach habe das Land rund 200 Millionen Dollar (160 Mio Euro) mit dem verbotenen Export von Kohle und anderen Produkten verdient. Ein Großteil der Lieferungen sei über chinesische, malaysische, vietnamesische und russische Häfen erfolgt. Zudem habe Pjöngjang Waffen an Syrien und Myanmar geliefert und sei Damaskus bei der Entwicklung seines Chemiewaffenprogramms behilflich. 

+++ 02.45 Uhr Uhr: Tennisprofi Djokovic unterzieht sich Ellbogen-OP +++

Der ehemalige Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat sich am Ellbogen operieren lassen und muss vorerst eine erneute Pause einlegen. "Vor einigen Tagen habe ich mich zu einem kleinen medizinischen Eingriff an meinem Ellbogen entschlossen. Es sieht so aus, als sei ich nun auf einem guten Weg, wieder komplett gesund zu werden", schrieb der 30 Jahre alte Serbe am Freitag auf seiner Internetseite. Weitere Angaben auch zur voraussichtlichen Dauer seines Ausfalls machte der 12-malige Grand-Slam-Sieger nicht.

+++ 00.15 Uhr: Union und SPD einigen sich auf Zuwanderungsgesetz +++

 Union und SPD haben in ihren Koalitionsverhandlungen eine Einigung im Bereich Migration erzielt, die auch ein Zuwanderungsgesetz umfasst. Die Arbeitsgruppe Migration habe sich verständigt und somit habe es auch eine Einigung in der großen Verhandlungsrunde gegeben, sagte der SPD-Unterhändler Ralf Stegner nach den Beratungen am Freitagabend in Berlin.
Stegner begrüßte die Einigung auf ein Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte. "Da haben wir uns auf die Eckpunkte verständigt, das wird es also in der nächsten Legislaturperiode geben", sagte Stegner. "Da sind unsere Vorstellungen vollständig erfüllt."
In der Flüchtlingspolitik bleibt es Stegner zufolge bei der Einigung aus den Sondierungsgesprächen, dass die humanitäre Zuwanderung pro Jahr im Bereich von 180.000 bis 220.000 jährlich liegen soll. Es sei noch einmal um die Formulierung gegangen, sagte Stegner. Diese Zahlen seien eine Beschreibung der Erwartungen, keine Obergrenze.


jek / DPA / AFP