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Geld und Kredit: Nachschub für ihr Konto

Die Geldverleiher lauern an jeder Ecke und locken mit traumhaften Konditionen. Nur wer einen kühlen Kopf bewahrt, fällt auf ihre Tricks nicht herein.

Bei Schlecker und Rossmann, Tchibo und C&A gibt es nicht nur Waschpulver, Kaffee oder Socken. Dort kann man auch Geld zum Schnäppchenpreis kaufen. Der Einzelhandel wirbt offensiv für Verbraucherkredite. Vielfach mit dem Hinweis: "Das Angebot gilt nur für kurze Zeit."

Vorbei sind die Zeiten, da Verbraucher am Bankschalter um einen Ratenkredit betteln mussten. Heute gibt es das Geld auf Pump an jeder Straßenecke. Beim Drogisten Rossmann ist es der "Wunschkredit - einfach schnell & diskret per Post". Das Geld kommt von der Deutschen Bank. Der Kaffeeröster Tchibo verkauft seit vier Jahren den "Clever-Credit" von der Royal Bank of Scotland. Saturn bietet zur Finanzierung des Flachbildfernsehers oder des Gefrierschranks gleich die passende Ratenzahlung mit "Money to go" von der Citibank oder dem "Sofort Kredit" der GE-Money Bank, die ihre Schalter praktischerweise in den Kaufhausfilialen haben. Die Textilkette C&A hat sogar eine eigene Bank gegründet. Zwischen Wühltischen und Kleiderständern kann der Kunde einen Ratenkredit von 2500 bis 75 000 Euro abschließen.

Im Zusammenspiel mit dem Einzelhandel bieten die Banken den Verbrauchern dort das Geld an, wo sie es gleich wieder ausgeben können. So verführen Profis zum Konsum. Reicht die eigene Finanzkraft nicht aus, genügt an der Ladenkasse die Unterschrift unter dem Kreditvertrag - und schon kann man Digitalkamera, Flachbildfernseher oder Cocktailkleid nach Hause tragen.

Verbraucherschützer sehen die Kreditoffensive von Banken und Einzelhandel skeptisch. Bei einer Tasse Kaffee im Kaufhaus lassen sich Kunden gern zur Unterschrift verführen. Manche laufen so geradewegs in die Schuldenfalle. Denn die Angebote sind oft lediglich auf den ersten Blick günstig. Nur wer genau nachfragt und liest, entdeckt die Fallstricke.

Fallstrick Nummer 1:

Oft ködern die Banken ihre Kunden mit reinen "Schaufenster- Offerten". Den ausgelobten Zinssatz erhalten tatsächlich nur wenige Verbraucher. Wie hoch die Zinsen im Einzelfall sind, hängt von der Bonität des Kunden ab. Bevor der das Geld bekommt, muss er meist Fragen zu seinem Verdienst und teilweise auch zu seinem Wohnsitz beantworten. Daraus bilden die Banken eine Note, und die entscheidet über die Höhe des tatsächlich zu zahlenden Zinses. Ärgerlich ist, dass die Finanzinstitute den Kreditnehmern nicht mitteilen, nach welchen Kriterien sie die Note genau berechnen. Testanfragen im Auftrag des stern ergaben zudem, dass Kunden bei manchen Banken trotz bester Bonität nur in Ausnahmefällen den niedrigsten Zinssatz erhielten.

Eine der wenigen Ausnahmen beim Zins nach Noten ist die C&A Bank. Ihr Prinzip lautet: Entweder bekommt der Kunde den Kredit zum versprochenen Satz - oder er bekommt ihn gar nicht. Die C&A Bank ist neben der Netbank zudem einer der wenigen Anbieter, die auch Selbstständigen Geld leihen. Die meisten günstigen Kreditanbieter schließen diese Berufsgruppe von vornherein aus.

Fallstrick Nummer 2:

Fachliche Beratung können weder die Kassiererin bei C&A noch der Drogerieverkäufer bei Rossmann leisten. Ob das Angebot wirklich ein Schnäppchen ist und zum Kunden passt, lässt sich nicht so einfach feststellen. Bei der Gestaltung des Kreditvertrages hat die Bank einen Spielraum, den sie zum Nachteil des Kunden nutzen kann.

Fallstrick Nummer 3: Oft gilt der versprochene günstige Zinssatz nur für die kurze Laufzeit von einem Jahr. Da in diesem Zeitrahmen der Kredit zurückgezahlt werden muss, ist die Monatsrate höher als bei einer mehrjährigen Laufzeit. Also empfiehlt die Bank dem Kunden, den Kredit mit erschwinglichen Raten über einen längeren Zeitraum abzuschließen. Für den Kunden ein schlechtes Geschäft, denn er zahlt für die Zinsen viel mehr Geld. Das gilt selbst dann, wenn sich der günstige Zinssatz über einen langen Zeitraum nicht ändert. Beispiel: Für einen 5000- Euro-Kredit zu 4,3 Prozent Jahreszins muss der Kunde bei einer Laufzeit von einem Jahr eine Rate von monatlich 426,44 Euro zahlen. Für die Zinsen wendet er insgesamt 117,22 Euro auf. Schließt er den gleichen Kredit über fünf Jahre Laufzeit ab, zahlt er nur 92,76 Euro im Monat. Doch für die Zinsen werden 565,66 Euro fällig - rund das Fünffache!

Fallstrick Nummer 4:

Sollte die Bank die Kreditzusage an den Abschluss einer sogenannten Restschuld-Versicherung koppeln, kann man den günstigen Zinssatz gleich ganz vergessen. Mit einer solchen Versicherung schützt sich die Bank vor Risiken wie Arbeitslosigkeit oder Tod des Kunden. Das treibt aber die Kosten für den Kredit in die Höhe. Ein schlechtes Geschäft für den Kunden, ein gutes für die Bank - sie kassiert für den Versicherungsabschluss Provisionen. Natürlich mag es bei größeren Kreditsummen - bei Immobiliendarlehen in jedem Fall - sinnvoll sein, die Angehörigen im Todesfall vor einem Schuldenberg zu bewahren. Hierfür eignet sich eine Risikolebensversicherung, deren Prämien sehr viel günstiger sind als für eine Restschuld-Versicherung.

Tipp:

Lassen Sie sich nicht zum spontanen Kauf auf Pump verführen. Vergleichen Sie in Ruhe die Angebote auf dem Markt, und fragen Sie vor allem nach dem Effektivzins. Dieser Satz enthält auch alle Gebühren, die bei Vertragsabschluss anfallen. Kalkulieren Sie realistisch die Monatsraten, die Sie aus Ihrem verfügbaren Einkommen zahlen können. Und lassen Sie sich die Kosten für das geliehene Geld ausrechnen - je länger der Kredit läuft, desto teurer wird es unterm Strich. Im Internet können Sie die Rechnung auch selbst durchführen: www.zinsen-berechnen.de.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(