VG-Wort Pixel

"Bares für Rares" Nackte Tatsachen als Suppentopf - kurioses Objekt weckt "Waldis" Interesse

Bares für Rares: Detlev Kümmel, Horst Lichter, Petra Bahnen
"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel baut die Suppentöpfe zusammen, die gestapelt einen männlichen Torso ergeben. Horst Lichter und Verkäuferin Petra Bahnen schauen zu.
© ZDF
Kunst oder Kitsch? Ein kurioses Objekt steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Drei Suppentöpfe ergeben zusammen einen nackten männlichen Torso. Besonders "Waldi" ist entzückt.

"Das ist aber ganz jeck", sagt Horst Lichter staunend. Mit einem kuriosen Objekt kommt Petra Bahnen zu "Bares für Rares". Die Rentnerin aus Schwalmtal möchte ein dreiteiliges Suppentopfset verkaufen. Das Besondere: Übereinander gestapelt ergeben die drei Terrinen einen nackten männlichen Torso, der an Michelangelos David erinnert. Das Stück habe sie einst von ihrem Mann geschenkt bekommen. "Ich möchte es auf meinem Esstisch nicht haben. Es stand jahrelang als Dekoration in der Sauna", erklärt Verkäuferin Bahnen. Kunst oder Nippes? Das soll die Expertise klären.

"Tatsächlich haben wir hier einen männlichen Torso", sagt "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel und setzt die drei Teile zusammen. Der Tafelaufsatz sorge in jedem Fall für Gesprächsstoff. "Er ist aus Keramik gemacht und die Idee stammt vom Engländer Morris Rushton", erklärt der Sachverständige. Der habe mit seiner 1978 gegründeten Firma Fleshpots kuriose Gegenstände gefertigt. Auch die drei Töpfe seien vermutlich Anfang der 1980er Jahre hergestellt worden.

"Bares für Rares"-Experte dämpft die Erwartungen

"Ich möchte gar nicht wissen, was in welchen Topf kommt", scherzt Lichter. Obwohl sie die Terrinen nie benutzt hat, möchte Verkäuferin Bahnen gerne 250 bis 400 Euro dafür. "Das ist schon ein bisschen Kunst", sagt sie. Doch Experte Kümmel dämpft die Erwartungen. Er schätzt den Wert des dreiteiligen Sets auf 250 bis 300 Euro. Immerhin müsse man erstmal jemand finden, der es haben wolle. Doch der findet sich erstaunlich schnell – im Händlerraum.

Sehen Sie im Video: "Bares für Rares" – fünf spannende Fakten zur Antiquitätenshow. "Bares für Rares" ist einer der Quotenerfolge im Nachmittagsprogramm. Die von Horst Lichter moderierte Sendung lockt täglich Millionen Menschen vor die Bildschirme. Fünf Fakten zur kultigen "Trödelshow":  Rekordsumme: Die teuerste Antiquität Der höchste Preis, der in der Sendung je erzielt wurde, liegt bei 42.000 Euro. Und zwar für ein diamantbesetztes Kreuz, das Holzsplitter des echten Kreuzes von Jesus beinhalten soll. Über 900 Folgen seit 2013 "Bares für Rares" läuft seit 2013 – zunächst nur sonntags. Mittlerweile wurden über 900 Folgen der Kultsendung ausgestrahlt. De älteste Antiquität ist 5000 Jahre alt Die älteste verkaufte Antiquität ist ein 5000 Jahre altes babylonisches Rollsiegel, das für 1200 Euro den Besitzer wechselt. Fernsehpreise für "Bares für Rares"  Nicht nur ein Quotenerfolg: Die Antiquitätenshow wird auch mit Preisen ausgezeichnet. "Bares für Rares" gewinnt die Goldene Kamera 2018 und den Deutschen Fernsehpreis 2019.  Horst Lichter wurde von der Show abgeraten Horst Lichters Management rät ihm zunächst davon ab, die Sendung zu moderieren. Er sei Koch und kein "Trödelonkel", habe man ihn gewarnt. Mittlerweile ist der Moderator aus der Show nicht mehr wegzudenken.
Mehr

"Das ist was für mein Erotikzimmer", sagt Walter "Waldi" Lehnertz. Er hätte zwar lieber den weiblichen Torso, aber er müsse ja auch "den Damen was bieten". Er startet mit 80 Euro – sogar pro Pott. Also insgesamt 240 Euro. "Ich sehe da nicht die Klöße und den Rotkohl drin", sagt Julian Schmitz-Avila und möchte nicht mitbieten. Christian Vechtel bietet 300 Euro, doch "Waldi" ist entschlossen: Für 320 wechselt das kuriose Objekt in die Eifel.

"Vielleicht hätte ich den weiblichen Torso mitbringen sollen", sagt Verkäuferin Bahnen. Den hat sie nämlich auch noch zuhause stehen. Zufrieden ist sie mit dem Erlös trotzdem – immerhin 20 Euro über der Expertise.

mai

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker