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Geldanlage in Krisenzeiten: Comeback der Unternehmensanleihen

Von Aktien wollten Anleger nach der Finanzkrise erstmal nichts hören. Stattdessen setzten sie auf sichere Staatsanleihen und wenig Rendite. Doch langsam keimt wieder Interesse an anderen Produkten - und davon profitieren Unternehmensanleihen.

Staatsanleihen haben bislang besonders von der Kapitalflucht aus den Aktien profitierten. Das Sicherheitsbedürfnis überwog sogar die geringen Zinszahlungen. Magere zwei bis drei Prozent werfen Staatsanleihen derzeit ab. Abgestraft wurden dagegen bislang die Unternehmensanleihen. Eine Entwicklung, die sich jetzt ändert. Besonders institutionelle Investoren wie Pensionsfonds, Versicherungsunternehmen und Privatbanken steigen momentan in die Anlageklasse ein.

Institutionelle Anleger steigen wieder ein

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff der Unternehmensanleihe? Mittels der Unternehmensanleihe, die oftmals auch als "Corporate Bonds" bezeichnet wird, können sich Unternehmen neues Kapital sichern. Eine derartige Finanzierungsquelle bietet ihnen die Möglichkeit, hohe Kapitalbeträge zu kurzen oder langen Laufzeiten aufzunehmen. Deshalb sind Unternehmensanleihen gleichzusetzen mit verbrieften Inhaberschuldverschreibungen.

Die Laufzeit einer Unternehmensanleihe beträgt in der Regel zwei bis zehn Jahre. Das Emissionsvolumen bewegt sich in den meisten Fällen zwischen 100 Millionen und einer Milliarde Euro. Die Kriterien für eine solche Anleihe, wie zum Beispiel Verzinsung, Laufzeit und Tilgung, sind fest vorgegeben. Unternehmensanleihen werden auch an der Börse gehandelt. Am Ende der Laufzeit werden die Anleihen in der Regel zum Nominalbetrag, also 100 Prozent plus Zinsen zurückgezahlt.

Bonität der Firma entscheidend

Unternehmensanleihen sind in den USA bereits seit Langem eine sehr übliche Form der Unternehmensfinanzierung, die in den vergangenen Jahren aber auch in Deutschland populär geworden ist. Waren es in der Vergangenheit vor allem größere Unternehmen, die diese Form der Finanzierung hierzulande nutzten, so sind es mittlerweile auch viele mittelständische Unternehmen.

Die derzeitige Kreditklemme, die von den verunsicherten Banken ausgeht, lässt aktuell die Anzahl der Neu-Emissionen sprunghaft steigen. Weil Unternehmensanleihen zumeist nicht durch zusätzliche Sicherheiten unterlegt sind, ist für die Beurteilung einer Anleihe besonders die Bonität des emittierenden Unternehmens wichtig. Die Bewertungen werden von Ratingagenturen vorgenommen. Deren Ruf aber hat durch die vielen Fehleinschätzungen im Vorfeld der Finanzkrise erheblich gelitten. Das berühmte Rating, von "AAA" für sehr gut bis "D" für zahlungsunfähig, gibt also den Ausschlag auf die Konditionen für das Unternehmen und auch den Anleger.

Auch hier gilt: diversifizieren!

Um sich vor einem Ausfall der eingezahlten Beträge zu schützen, bietet sich auch bei Unternehmensanleihen eine Diversifikation an. Eine recht einfache und noch dazu kostengünstige Möglichkeit, um sich breit gefächerte Unternehmensanleihen ins Portfolio zu holen, sind Basket-Zertifikate. Hierbei sind mehrere Firmenbonds zusammengefasst. Neben dem gesparten Ordergebühren sorgt man auf diese Weise auch dafür, dass das Risiko der Geldanlagen gut verteilt wird.

Ein Beispiel für so ein Basket-Zertifikat kommt von der Bank Vontobel und trägt den ausbaufähigen Namen "Take-5-Anleihe". Bei diesem Produkt werden fünf Anleihen von deutschen Großkonzernen zusammengefasst, die allesamt von den Ratingagenturen als "Investmentgrade" bezeichnet werden, also Schuldner mit einer guten Bonität sind. Konkret handelt es sich hierbei um Schuldverschreibungen von Bertelsmann, Daimler, Metro, Südzucker und der Deutschen Telekom.

Mehr Rendite als Tagesgeldprodukte

Die Rendite für diese sehr sichere Anlageform wird von der Bank mit 4,2 Prozent angegeben. Das ist nicht gerade viel, verglichen mit den Bundesanleihen und den ebenfalls im freien Zinsfall befindlichen Tagesgeldprodukten aber immer noch lohnenswert. Auch der von der Bank genommene Einmalaufschlag von 0,5 Prozent beim Kauf, sowie jährliche 0,25 Prozent als Fondsgebühr sind vertretbar, immerhin spart man sich ja die ansonsten anfallenden zusätzlichen fünfmaligen Ordergebühren.

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Oliver Mest/DDP / DDP
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Füllhorn Rente 63 ?
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