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Halbleiter: Siemens halbiert Infineon-Beteiligung

Der Siemens-Konzern hat mit dem Verkauf von 150 Millionen Infineon-Aktien seine Beteiligung an dem Chip-Hersteller mehr als halbiert.

Der Siemens-Konzern hat mit dem Verkauf von 150 Millionen Infineon-Aktien seine Beteiligung an dem Chip-Hersteller mehr als halbiert. Die Beteiligung reduzierte sich durch den Großverkauf von knapp 40 auf rund 19 Prozent, teilte die Siemens AG (Berlin/München) am Montag mit. Der Elektrokonzern hatte seine frühere Halbleiter-Sparte im Jahr 2000 an die Börse gebracht und die Beteiligung seither schrittweise verringert. Der Konzern will sich weiterhin vollständig von seinen Infineon-Aktien trennen, bekräftigte ein Siemens-Sprecher.

Keine Angaben zum Verkaufspreis

Der genaue Verkaufspreis wurde zunächst nicht genannt. Die CitiGroup übernahm die Aktien, um sie laut Händlern zu 12,00 bis 12,25 Euro am Markt zu platzieren. Damit wurde das Paket mit rund 1,8 Milliarden bewertet. Der Buchgewinn für Siemens liegt dem Vernehmen nach bei etwa 600 Millionen Euro. Der Siemens-Sprecher sagte, der Zeitpunkt sei wegen der Kursgewinne der Infineon-Aktie in den vergangenen Wochen günstig gewesen.

Infineon-Kurs brach erstmal ein

Ein Infineon-Sprecher wollte den Verkauf nicht kommentieren. Der Aktienkurs des Chipherstellers brach am Morgen um mehr als fünf Prozent auf zeitweise 11,75 Euro ein. Im Verlauf des Vormittags konnte er sich wieder leicht erholen. Auf längere Sicht könnte Infineon nach Einschätzung von Branchenexperten von dem Verkauf profitieren, da die Unsicherheit über das weitere Vorgehen von Siemens reduziert wurde.

DPA
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