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Geldanlage: "Finanztest" erklärt, wie man richtig in Gold investiert

Der Goldpreis ist auf ein Allzeithoch gestiegen. Die Finanzexperten der Stiftung Warentest erklären, für wen Goldinvestments sinnvoll sind – und wie man es richtig macht.

Goldbarren und -münzen sind als Absicherung gegen einen möglichen Finanzcrash beliebt

Goldbarren und -münzen sind als Absicherung gegen einen möglichen Finanzcrash beliebt

Obwohl Gold weder Zinsen einbringt noch Dividenden ausschüttet, ist es als Geldanlage erstaunlich beliebt. Gold-Fans schätzen das Edelmetall vor allem als Absicherung gegen einen möglichen Finanzcrash. Denn: Unternehmen können pleitegehen, Währungen wertlos werden, aber Gold ist immer etwas wert.

Aktuell ist es sogar so viel wert wie nie: Am Dienstag stieg der Goldpreis in Euro gerechnet auf ein neues Allzeithoch – unter anderem wegen der Unsicherheit durch die chinesische Coronavirus-Krise. Allerdings: Wer Gold als sichere Anlage versteht, muss wissen, dass der Preis des Edelmetalls stark schwanken kann. Hohe Verluste wie am Aktienmarkt sind ebenso möglich . 

Finanztest empfiehlt Gold als Depotergänzung

Die Finanzexperten der Stiftung Warentest empfehlen Gold daher lediglich als Ergänzung der eigenen Vermögensanlage. Ein Depotanteil von 5 bis 10 Prozent sei akzeptabel, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest". Mit anderen Worten: Erst wer bereits in andere Anlagen wie Aktien investiert hat, sollte über Gold nachdenken.

Wer sich mit Gold gegen einen Kollaps des Finanzsystems absichern will, der muss das Edelmetall auch physisch besitzen. Das geht in Form von Goldbarren oder Goldmünzen. Beim Kauf fällt allerdings ein Aufschlag auf den Goldpreis an, der vor allem kleine Barren und Münzen unverhältnismäßig teuer macht. "Finanztest" empfiehlt daher, bei Goldbarren mindestens 50 Gramm zu kaufen und bei Standard-Goldmünzen wie dem Krügerrand mindestens eine Feinunze. Sammler- und Gedenkmünzen halten die Experten nicht für lukrativ.

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Vorsicht vor Betrügern

In Acht nehmen müssen sich Kunden laut "Finanztest" vor betrügerischen Goldshops, die sich in die oberen Google-Treffer mogeln, aber das überwiesene Geld einfach einstecken, ohne jemals die bestellten Barren oder Münzen zu liefern. Die Experten raten daher zu renommierten großen Anbietern. Die Vergleichsplattform Gold.de führt zudem eine Liste mit Betrugsportalen.

Wer Gold nicht in Form von Barren oder Münzen besitzen, sondern nur an der Entwicklung des Goldpreises partizipieren will, für den sind Gold-ETC das richtige. ETC (Exchange Traded Commodities) sind börsengehandelte Rohstoffe und funktionieren wie Aktien-ETF. Statt einem Aktienindex folgt die Wertentwicklung des ETC dem des Goldpreises. "Finanztest" hält diese Variante für "praktisch und preiswert".

Auch wer mit einem Sparplan regelmäßig kleine Summen in Gold anlegen will, für den sind ETC-Sparpläne der Direktbanken die billigste und flexibelste Möglichkeit. Bei Sparplänen auf physisches Gold sind dagegen häufig die Kosten relativ hoch.

Den kompletten Test lesen Sie kostenpflichtig auf www.test.de