Kosmetik Wella hält P&G-Angebot für angemessen


Die angebotene Zahlung von 92,25 Euro pro Stammaktie und 65,00 Euro pro Vorzugsaktie entspricht laut Wella dem gesetzlichen Mindestpreis.

Der Darmstädter Kosmetikkonzern Wella hält das Übernahmeangebot des US-Unternehmens Procter & Gamble für angemessen. Die Zahlung von 92,25 Euro pro Stammaktie und 65,00 Euro pro Vorzugsaktie entspreche dem gesetzlichen Mindestpreis, teilte der Wella-Vorstand am Freitag mit. Diese Einschätzung sei von der Investmentbank Greenhill bestätigt worden. Für die Mitarbeiter von Wella seien bislang keine Nachteile durch die geplante Übernahme zu erkennen.

Kleinaktionären droht "Squeeze out"

Der Angebotspreis liegt nach Angaben von Wella erheblich über den historischen Kursen. So sei die Stammaktie vor drei Jahren mit 22,25 Euro, die Vorzugsaktie mit 25,34 Euro gehandelt worden. Die Stammaktionäre profitierten von der "erheblichen Kontrollprämie", die P&G der Erbenfamilie zahle, die rund 78 Prozent der Stammaktien hält. Dies sei mit dem deutschen Übernahmerecht vereinbar. Wella bestätigte, dass P&G mehr als 95 Prozent des Grundkapitals für das so genannte Squeeze-out (Herausdrängen der Minderheitsaktionäre) erwerben wolle. Außerdem solle die Börsenzulassung von Wella zurückgenommen werden.

Führungsriege soll bleiben

Vorstandsvorsitzender Heiner Gürtler bestätigte ebenfalls, dass P&G mit der Wella-Führungsriege weiter arbeiten wolle. Ihm selbst sei die Leitung des Geschäftsbereichs Kosmetik und Duft sowie die weltweite Verantwortung für das Friseurgeschäft angeboten worden. Eine Entscheidung darüber sei noch nicht gefallen.


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