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Märkte: Osteuropa-Börsen locken mit Gewinnen

Enttäuscht von den etablierten Börsen in Europa setzen immer mehr Anleger ihre Hoffnung auf die neuen EU- Mitgliedstaaten. Zuletzt überdurchschnittliche Gewinne sind verlockend - allerdings raten Experten zur Vorsicht.

Ein Investment in die osteuropäischen Börsen erscheint nach den zuletzt weit überdurchschnittlichen Gewinnen sehr verlockend. Zuwächse von mehr als siebzig Prozent in einem Zeitraum von zwei Jahren sprechen für sich. Doch auch hier lauern Fallstricke. "Direktinvestitionen in einzelne Aktien sollten von einem Privatanleger vermieden werden, da das Risiko zu groß ist", rät Osteuropa-Fondsmanager Richard Benke von der Union Investment.

Nur Prager Börse mit kleinem Verlust

Mit der Entwicklung der Aktienmärkte in Ungarn, Polen und Tschechien seit dem EU-Beitritt am 1. Mai sind Börsenexperten zufrieden. "Während der EuroSTOXX 50 in dieser Zeit um knapp vier Prozent verlor, zogen die Börsen in Warschau und Budapest um mehr als sechs Prozent an", sagt Osteuropa-Experte Lars Dollmann von der Deka Investment. Allein Prag steche mit einem Verlust von einem Prozent negativ hervor. "Die Prager Börse hatte sich bereits überdurchschnittlich entwickelt, so dass eine Verschnaufpause natürlich ist", erklärt Dollmann. Auf Sicht von zwei Jahren habe die Prager Börse mehr als achtzig Prozent zugelegt; die Aktienmärkte in Budapest und Warschau seien um rund siebzig Prozent gestiegen.

Märkte haben eindeutig profitiert

Antrieb hatten die Märkte nicht zuletzt von der Aussicht auf den EU-Beitritt erhalten. "Die Märkte haben von dem EU-Beitritt profitiert - und das nicht erst seit Anfang Mai. Schon seit letztem Jahr kamen verstärkt neue Investoren in die Länder", sagt Osteuropa- Fondsmanager Richard Benke von der Union Investment. "Aber auch gute Konjunkturdaten wie ein starkes Wirtschaftswachstum haben zum Anstieg beigetragen." Die hohen Kursgewinne dürften jedoch der Vergangenheit angehören. Börsianer rechnen nun mit moderaten Kurszuwächsen. "Der EU-Beitritt ist jetzt vollzogen, aber der Integrationsprozess wirkt sich auch weiterhin positiv auf die konjunkturelle Entwicklung der Beitrittsländer und damit auch auf die dortigen Aktienmärkte aus", sagt Dollmann. "Die osteuropäischen Märkte sind immer noch günstiger bewertet als die westlichen Börsen".

Riskante Kursschwankungen

Kleinanleger sollten sich jedoch genau überlegen, in welche Börsen sie in Osteuropa investieren. Experten warnen vor allem vor den hohen Kursschwankungen, die diese Märkte riskanter machen. "Die Beobachtung ist zum Teil sehr zeitintensiv", sagt auch Portfoliomanager Dollmann. "Es ist einfacher sich über die Deutsche Telekom zu informieren als über einen tschechischen Telekomwert." Leer ausgehen müssen Kleinanleger nicht. "Der Privatanleger sollte durch Diversifikation das Risiko reduzieren", rät Aktien-Stratege Roger Monson von der zur HVB gehörenden Investmentbank CA-IB. Experten raten zudem, sich auf die drei Hauptmärkte in Ungarn, Tschechien und Polen zu konzentrieren. "Die Marktkapitalisierung an den anderen Börsen der EU-Mitgliedstaaten ist sehr gering", warnt Portfoliomanager Dollmann.

Madeleine Winkler, dpa / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.