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Pinkel-Maut: Anrüchige Geschäfte auf Autobahn-Raststätten

Die fast-schon-Wegelagerei an den stillen Örtchen deutscher Autobahnen beschäftigt mittlerweile den Zoll. Nicht nur, dass diese "Trinkgelder" gar nicht gezahlt werden müssen, oftmals wird das Klo-Personal auch noch ausgenutzt.

Anrüchige Geschäfte an den stillen Örtchen der deutschen Autobahnen beschäftigen derzeit den Zoll. Der Tatort: Toiletten an Raststätten. Auf dem Tisch steht ein Teller mit Münzen. Achtlos legen viele Toilettenbesucher ein paar Cent als Trinkgeld für das Klo-Personal hinein. Doch keineswegs das gesamte Kleingeld geht immer an die Reinigungskräfte, sondern oft an die Firmen, welche die Mitarbeiter beschäftigen. Wegen des Verdachts der Schwarzarbeit ermittelt deshalb der Zoll bundesweit gegen mehrere Firmen.

Arbeiten für einen Hungerlohn

In manchen Fällen wird die Sauberhaltung der Toilettenanlagen von den Raststätten-Pächtern an externe Reinigungsfirmen vergeben. Der Leiter des Hauptzollamts in Heilbronn, Dieter Höhner, erklärt: "Es gibt darunter schwarze Schafe." Seinen Erfahrungen zufolge werden die gesammelten Gelder von so genannten Runnern abgeholt und dann an die Unternehmer weitergeleitet. Oft seien es Spätaussiedler, die an den Toilettenanlagen den Reinigungsdienst durchführten. "Manchmal ist das ihr erster Arbeitsplatz". Oft müssen die Mitarbeiter für einen Hungerlohn arbeiten, ohne dass für sie die Sozialabgaben abgeführt werden. Höhner berichtet in einzelnen Fällen von Monatsverdiensten von bis zu 150 Euro bei bis zu 16 Stunden Arbeit am Tag für das Reinigungspersonal.

Der Leiter des Heilbronner Zollamtes spricht von Lohndumping: Manche Firmen argumentierten, dass die Beschäftigten nur zehn Minuten in der Stunde arbeiteten und das Warten auf Trinkgeld keine Arbeitszeit sei. Bis zu 200 Euro Trinkgeld pro Tag bringe eine gut gehende Toilettenanlage, die rund um die Uhr in Betrieb sei. Wenn die Mitarbeiter nicht pauschal bezahlt werden, dürfen sie einen bestimmten Betrag vom Teller nehmen und müssen dann die Restsumme an ihren Chef abführen, wie eine andere Zollmitarbeiterin berichtet. Dann liege der Tagesverdienst beispielsweise bei 20 Euro.

"Toiletten-Mafia" kassiert den Großteil

Frank Maur von der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) spricht von der "Toiletten-Mafia". Der Referatsleiter Verkehrsgastronomie berichtet von Fällen, in denen die Unternehmen die Reinigung der Toilettenlagen den Raststätten-Pächtern umsonst anbieten. Oft würden die Beschäftigten auch ihren Einsatzort wechseln. "Selten sieht man dasselbe Gesicht." Höhners Angaben zufolge wohnt das Reinigungspersonal manchmal in Wohnwagen auf den Raststätten und benutzt dann deren sanitäre Anlagen.

Etwa alle 35 Kilometer gibt es an deutschen Autobahnen eine Raststätte oder Tankstelle. Jährlich werden rund 450 Millionen Gäste und Kunden gezählt. Ein Sprecher des Auto Club Europa (ACE) weist darauf hin, dass für den Toiletten-Besuch nicht bezahlt werden muss. "Mit jedem Cent Pinkelmaut, der in dem Porzellanteller landet, werden Strukturen gefördert, die im Verdacht krimineller Machenschaften stehen." Die Servicebetriebe werden von Pächtern betrieben, im Auftrag des in Bonn ansässigen Unternehmens Autobahn Tank & Rast GmbH. In einer Stellungnahme wird darauf verwiesen, dass die Pächter selbstständige Unternehmer sind. Diese seien auch dann für die Ausgestaltung der Beschäftigungsverhältnisse mit Angestellten sowie für Vertragsvereinbarungen mit Dienstleistern zuständig. Dies sei auch im Falle der Beauftragung von Reinigungsfirmen für WC-Anlagen der Fall.

Nötigende Atmosphäre an den Zahltellern

Das Unternehmen empfiehlt den Pächtern eigenen Angaben zufolge, die vertraglichen Regelungen mit Dienstleistern derart auszugestalten, dass sich diese verpflichten, alle einschlägigen Gesetze und Verordnungen einzuhalten. "Wir gehen davon aus, dass dies berücksichtigt wird", erklärt ein Sprecher von Tank & Rast. Außerdem handele es sich bei dem Trinkgeld "um einen freiwilligen Obolus des Kunden gegenüber dem Toilettenpersonal". Doch das sieht der ACE nicht so. Am Zahlteller herrsche eine nötigende Atmosphäre, sagt der Sprecher.

Oliver Schmale, AP / AP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(