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Prozessauftakt in Schweinfurt Mädchen auf Raststätte zum Missbrauch angeboten – Freund der Mutter vor Gericht

Prozessbeginn im Landgericht Schweinfurt
Im Landgericht Schweinfurt steht seit Montag ein Mann vor Gericht, der die Tochter seiner Freundin missbraucht und zum Sex angeboten haben soll. 
© Daniel Karmann / Picture Alliance
Von dem Freund ihrer Mutter soll ein Mädchen aus Unterfranken auf einem Autobahnparkplatz Lastwagenfahrern zum Missbrauch angeboten worden sein. Die Mutter soll es gewusst haben, aber tat nichts. Nun steht zunächst ihr Freund vor Gericht.

Ein Mädchen aus Unterfranken soll vom Freund seiner Mutter anderen Männern zum Missbrauch angeboten worden sein – gegen Geld. Von Montag (08.30 Uhr) an muss sich der 49-Jährige vor dem Landgericht Schweinfurt verantworten. Nach Gerichtsangaben sind sechs Verhandlungstage bis Mitte Mai angesetzt.

Mindestens zwei Männer sollen das auf einem Autobahnparkplatz gemachte Angebot des Angeklagten angenommen und das Mädchen missbraucht haben. Einer wurde gefasst. Der 50-Jährige steht vom 26. Mai an vor Gericht.

Schweinfurt: Auch die Mutter erwartet ein Prozess

Der Lebensgefährte der Kindsmutter soll sich auch selbst an dem Mädchen vergangen haben. Zudem ist er wegen Anstiftung zum Kindesmissbrauch und Zwangsprostitution angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft ist er weitgehend geständig.

Die Mutter der Schülerin soll von vielen Übergriffen ihres Partners gewusst und diese toleriert haben. Die 39-Jährige sitzt wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern durch Unterlassen in Untersuchungshaft. Ihr Verfahren beginnt gesondert, das Datum steht aber noch nicht fest.

Beim ersten Missbrauch offenbar erst neun Jahre alt

Das Mädchen soll neun Jahre alt gewesen sein, als der Lebensgefährte den Ermittlern zufolge anfing, es sexuell zu missbrauchen. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine Vielzahl von Übergriffen von Juni 2018 bis Juli 2020 vorwiegend in einer Wohnung. Teilweise wurden davon Bilder und Videos angefertigt. Zum Schutz des mutmaßlichen Opfers sind die genauen Tatorte bisher nicht öffentlich bekannt.

Oliver und Amira Pocher sagen den Kampf gegen Pädophilie auf Instagram an.

Sehen Sie im Video: Auf Instagram senden Oliver und Amira Pocher eine emotionale Videobotschaft an Eltern und warnen sie davor, Bilder ihrer Kinder öffentlich zu teilen.

sve DPA

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