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STEUERERKLÄRUNG: Vergesslichkeit kann teuer werden

Wer mit dem eigenen Pkw zur Arbeit fährt, sollte die Anlage N der Einkommenssteuererklärung sorgfältig ausfüllen. Nachträgliche Änderungen haben kaum Chancen.

Die Fachzeitschrift »Neue Wirtschafts-Briefe« weist unter Berufung auf ein Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: 6 K 1473/00) darauf hin, dass mit dem eigenen Wagen zur Arbeit fahrende Arbeitnehmer die Anlage N ihrer Einkommenssteuererklärung sorgfältig ausfüllen sollten. Das gilt insbesondere für die Anzahl der Fahrten mit dem Pkw zur Arbeit sowie die Entfernung dorthin. Denn der Fiskus erkennt Fahrtkosten als Werbungskosten nicht nachträglich an.

Im konkreten Fall hatte eine Frau erst 17 Monate nach Erhalt ihres Steuerbescheides bemerkt, dass sie weder die Fahrtenzahl noch die Entfernung in der Anlage N angegeben hatte. Sie forderte vom Fiskus, Fahrtkosten in Höhe von mehr als 7.000 Mark (rund 3.500 Euro) nachträglich als Werbungskosten anzuerkennen. Das verweigerte das Finanzamt - zu Recht, wie das Gericht befand. Der Frau ist grobes Verschulden vorzuwerfen, hieß es zur Begründung.

Erstens würden die Daten in der Anlage N deutlich erkennbar nachgefragt, sogar durch eine schwarze Umrandung hervorgehoben. Zweitens hätte die Frau innerhalb eines Monats nach Bekanntwerden des Steuerbescheids Einspruch einlegen können; dass mehr als 7.000 Mark Fahrtaufwendungen nicht berücksichtigt worden waren, hätte ihr auch ohne besondere steuerliche Kenntnisse auffallen müssen.

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