Stresstest Jede zweite US-Großbank braucht Geld


Ernüchterndes Ergebnis der sogenannten Stresstests: Die Überprüfung der Finanzkraft der US-Großbanken hat ersten Berichten zufolge gezeigt, dass sich etwa 10 von 19 Banken frisches Kapital beschaffen müssen. Dazu sollen auch die Citigroup und die Bank of America gehören.

Die Stresstests der US-Regierung haben offenbar ergeben, dass etwa zehn von 19 Großbanken mehr Kapital benötigen. Die exakte Zahl der Geldhäuser, die sich mehr Geld beschaffen müssen, sei aber noch unklar, berichteten am Montag das "Wall Street Journal" und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Die Finanzinstitute sollen die Ergebnisse an diesem Dienstag erhalten. Die US-Notenbank Fed und das Finanzministerium würden ihnen dann auch mitteilen, wie die Politiker die marktsensiblen Resultate der Öffentlichkeit vorstellen wollten.

Den Berichten zufolge dürften unter anderem die Citigroup und die Bank of America zu den Instituten gehören, die ihren Kapitalpuffer aufbessern müssen. Bei der Citigroup wollte sich niemand zu den Meldungen äußern. Auch die Bank of America lehnte einen Kommentar ab. Die Bank hatte am Montag einem Medienbericht widersprochen, wonach sie sich im Zuge der Stresstests frisches Kapital in Höhe von zehn Milliarden Dollar beschaffen muss.

Fed-Chef Ben Bernanke und Finanzminister Timothy Geithner wollen den Kreisen zufolge die Ergebnisse der staatlichen Stresstests am Donnerstag in einem 150 Seiten umfassenden Bericht präsentieren. Bei den Tests wird geprüft, wie die Bilanzen der Banken aussähen, falls sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nochmals verschlechterten. Experten gehen davon aus, dass sich die US-Banken insgesamt wohl 150 Milliarden Dollar frisches Kapital besorgen müssen. Mit der Maßnahme soll das Vertrauen in die Solvenz der Geldhäuser verstärkt werden.

mad/Reuters Reuters

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