Förderung Geld von Vater Staat


Noch gibt es sie: die staatliche Eigenheimzulage, die Familien Lust auf die eigenen vier Wände machen soll. Doch auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau hilft bei Hauserwerb und Modernisierung.

Eigenheimzulage - für Neubau und Altbau

Die Abschaffung der Eigenheimzulage ist erklärtes Ziel der Bundesregierung. Bisher ist Rot-Grün damit jedoch am Einspruch der CDU-regierten Länder gescheitert. Als Kompromiss wurde jedoch Anfang 2004 die Eigenheimzulage reduziert.

Die Konditionen: Der Erwerb neuer und gebrauchter Immobilien wird in gleichem Umfang gefördert. Vater Staat zahlt dabei acht Jahre lang ein Prozent der Herstellungs- oder Anschaffungskosten, maximal jedoch 1.250 Euro pro Jahr. Pro Kind gibt es im Förderzeitraum zudem 800 Euro pro Jahr. Die Voraussetzungen: Die Einkünfte im Jahr des Einzugs und dem vorhergehenden Jahr dürfen zusammen nicht mehr als 70.000 Euro bei Ledigen und 140.000 Euro bei gemeinsam zur Steuer veranlagten Ehepaaren betragen. Je Kind erhöht sich diese Einkommensgrenze um 30.000 Euro. Maßgeblich sind nur die so genannten positiven Einkünfte. Verluste aus anderen Einkunftsarten werden bei der Ermittlung der Einkommensgrenze nicht berücksichtigt.

KfW-Wohneigentumsprogramm - Darlehen zu nicht mehr besonders niedrigen Zinsen

Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hilft der Staat Selbstnutzern jeden Alters und Familienstandes beim Kauf der eigenen vier Wände. Früher waren diese Darlehen des KfW-Wohneigentumsprogramms sehr günstig. Derzeit lassen sich auf dem freien Kapitalmarkt jedoch bessere Angebote finden.

Die Konditionen: Finanziert werden bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten, jedoch maximal 100.000 Euro. Die Laufzeit beträgt bis zu 30 Jahren, die Zinsfestschreibung entweder fünf oder zehn Jahre.

Problem: Mindestens ein Jahr lang darf nicht getilgt werden - die Schuldsumme verringert sich also langsamer als bei gewöhnlichen Hypothekendarlehen. Bei zehnjähriger Zinsbindung beträgt der effektive Jahreszins im Moment 4,16 Prozent.

Wichtig: Die KfW-Darlehen können nur über die als Hauptfinanzierer agierende Bank beantragt werden.

KfW-Wohnraummodernisierungsprogramm - Darlehen für ökologisch sinnvolles Wohnen

Viele Häuser und Eigentumswohnungen entsprechen beim Heizenergieverbrauch nicht dem aktuellen Stand. In diesen Fällen hilft die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Über ihr Wohnraummodernisierungsprogramm gibt es zinsgünstige Darlehen für neue Heizungsanlagen, bessere Wärmedämmung, ja sogar für Photovoltaikanlagen, die auf dem Dach Strom erzeugen.

Diese Darlehen können sofort beim Kauf beantragt werden, sofern die Modernisierungsmaßnahmen umgehend erfolgen. Interessant sind sie für Erwerber betagter Objekte mit schlechter Dämmung und veralteter Heizungsanlage. Die Häuser sind billig. Die finanzielle Belastung durch die Sanierung bleibt dank des KfW-Kredits jedoch überschaubar.

Auch diese KfW-Darlehen können nur über die als Hauptfinanzierer agierende Bank beantragt werden.

Richard Haimann

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