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Passivhaus im Lego-Bausatz: Ein Schraubenzieher reicht und dieses Haus steht in vier Tagen

Billig und energiesparend bauen? Kein Problem – eine französische Firma bietet einen Bausatz an, der so einfach funktioniert wie Lego-Steine und obendrein spottbillig ist.

Lego Haus

Kurz vor der Fertigstellung - die Holzverschalung wird um die Isolierung verlegt.

Wohnen wird unbezahlbar. Mit Selbermachen kann man viel Geld sparen, aber nur wenn man handwerklich begabt ist. Eine französische Firma weiß Abhilfe: Multipod Studio bietet die Pop-Up House-Bausätze an, die sich kinderleicht zusammensetzen lassen. Normalerweise werden bei  Fertighäusern die Elemente in der Fabrik angefertigt und dann mit einem Kran auf der Baustelle montiert.

Größere Hilfsmittel als als Haushaltsleitern werden nicht benötigt.

Größere Hilfsmittel als als Haushaltsleitern werden nicht benötigt.


Lego-Haus für Selbermacher

Das Modell von Multipod Studio geht einen anderen Weg: Die gelieferten Teile aus dem Bausatz lassen sich nur mit Muskelkraft transportieren und können auch von Laien zusammengesetzt werden. Ziel war es, die Montage so einfach wie einen Legobausatz hinzubekommen und tatsächlich soll ein Akkuschrauber als Werkzeug ausreichen. In einem Demonstrationsvideo bauen vier Männer das Haus in nur vier Tagen zusammen. Ihre einzige Hilfe bei der Konstruktion sind Haushaltsleiter und Schraubenzieher. Besondere Kenntnisse sind nicht notwendig, zwei linke Hände sollte man allerdings nicht mitbringen. Die vier Helfer gehen jedenfalls routiniert ans Werk. Ganz allein wird man es nicht schaffen, allein die wandhohen Isolierglasfenster dürften ein beträchtliches Gewicht haben.

Lego Hausbau

Der Plan des Hauses.

Sparpotential je nach Ausbaustufe

Das Besondere an dem Modell ist, dass es sich keineswegs um ein Billighaus handelt. Es sieht ausgesprochen schick aus und glänzt überdies als Passiv-Energie-Haus. Die Konstruktion basiert auf einem Holzrahmen, der mit großen Polystyren-Blöcken isoliert wird.  Das erste Musterhaus bietet eine Wohnfläche von 150 Quadratmetern und kostet ab 700 Euro/Quadratmeter für den Rohbau. Installation und Innenausbau mit Küche und Bad sind nicht inklusive, ebenso fehlen die Kosten für das Grundstück. Für ein einzugfähiges, schlüsselfertiges Haus mit Endausbau und ohne Eigenleistung muss man mit Kosten zwischen 1500 und 2000 Euro pro Quadratmeter rechnen. Bei der Planung ist es aber möglich, je nach Wunsch und Fähigkeiten Firmen- und Eigenanteil festzulegen. Je mehr man selbst übernimmt, umso günstiger wird der geschmackvolle Bausatz. Auch ist es möglich, teure Ausbaustufen erst später in Angriff zu nehmen. 

Das Musterhaus wurde 2014 vorgestellt.  Im folgenden Jahr wurde mehrere Häuser realisiert, darunter dieses zweigeschossige Bürogebäude. 

Das Musterhaus wurde 2014 vorgestellt.  Im folgenden Jahr wurde mehrere Häuser realisiert, darunter dieses zweigeschossige Bürogebäude. 

Das erste Musterhaus besticht durch seine großzügige Anlage, es benötigt allerdings auch ein weitläufiges Grundstück, um zu Geltung zur kommen. Der individuelle Entwurf kann jedoch den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden. Das Musterhaus ist kein reines Demonstrationsobjekt geblieben, nach der Präsentation  wurden sogar mehrgeschossige Bauten hergestellt. Das Konzept funktioniert also auch in der Praxis. Die Kosten bleiben vergleichbar, weil stets die gleichen Module benutzt werden - wie beim Legosystem. 


Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.