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Wohnungsmarkt: Die Mietpreisbremse wirkt doch - zumindest ein bisschen

Die Mietpreisbremse steht in der Kritik. Eigentlich sollte sie die explodierenden Mieten in Deutschlands Großstädten eindämmen. Doch die Mieten steigen weiter. Dennoch: Die Mietpreisbremse sei besser als ihr Ruf, so eine Studie.

Häuser in Stuttgart

In Stuttgart zogen die Mieten besonders stark an.

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Das Image der Mietpreisbremse ist mies. Eigentlich sollte sie die explodierenden Mieten in den Ballungszentren Deutschlands eindämmen und verhindern, dass Vermieter mit jedem Mieterwechsel den Preis fürs Wohnen nach oben schrauben. Laut der Mietpreisbremse dürfen Vermieter nur noch höchstens zehn Prozent mehr als die ortsübliche Miete verlangen. In 313 Städten greift die Bremse nun. Doch Experten kritisieren: Es gibt zu viele Ausnahmen und Lücken. Die Mietpreisbremse wirkt nicht wie gewünscht.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) widerspricht: Die Bremse ist besser als ihr Ruf, so die Forscher. Sie haben 200.000 Wohnungsinserate auf Internet-Plattformen untersucht. Sie verglichen die Entwicklung der Mieten bei Wohnungen, bei denen die Mietpreisbremse greift - und bei denen, die davon ausgenommen sind. Die Preisbremse gilt nämlich nicht für umfassend renovierte und neu gebaute Wohnungen. 

Das Ergebnis: Besonders in den Städten, die schon vor der Einführung der Mietpreisbremse unter besonders stark steigenden Mieten litten, ist die Bremse wirksam. "Die Bremse greift nur in bestimmten Regionen mit besonders starken Mietanstiegen und erreicht damit nur kleine Teile der Bevölkerung. Das heißt jedoch nicht, dass die Mietpreisbremse grundsätzlich eine Fehlkonstruktion ist - dort, wo sie wirken kann, tut sie es auch", sagt DIW-Immobilienökonom Claus Michelsen, einer der Autoren der Studie, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Mietpreisbremse wirkt - in einigen Vierteln

Als Berechnungsgrundlage wählten die Forscher die ortsübliche Vergleichsmiete plus zehn Prozent als maximal zulässige Miete. Die Forscher wiesen nach, dass die Mietpreisbremse nur wirke, "wenn die Neuvertragsmieten in den vier Jahren vor der Einführung im Durchschnitt um mindestens 3,9 Prozent pro Jahr gestiegen sind", so die "Süddeutsche Zeitung". Das würde vor allem bei gefragten Innenstadtlagen der Fall sein. Für Gebiete, in denen die Preissteigerung nicht die jährlichen 3,9 Prozent erreicht, ist die Mietpreisbremse "de facto wirkungslos, da die Marktmiete in diesem Fall rechnerisch nicht um mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen kann", zitiert die Zeitung aus der Untersuchung.

In Städten, in denen die Neuvertragsmieten um mehr als 4,8 Prozent stiegen, hat die Mietpreisbremse tatsächlich Einfluss auf die Preise. Hier seien die Mieten einmalig um 2,9 Prozent gesunken, so die Forscher. Konkret nennen sie München-Laim, München-Schwabing, einige Ecken von Berlin-Mitte, Berlin-Neukölln, das Heusteigviertel in Stuttgart und Innenstadtteile Bielefelds als Beispiel.

kg
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.