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100 Berufe im Vergleich: Wie viel verdienen Arbeitnehmer?

Im aktuellen stern verraten 100 Selbstständige, was sie verdienen. Bereits im vergangenen Jahr listete der stern auf, wie viel Arbeitnehmer im Portemonnaie haben. Vom Amtsleiter bis zum Zimmermädchen. Hier können Sie die komplette Liste sehen.

Von Joachim Reuter

Der stern hat im vergangenen Jahr mit vielen Arbeitnehmern in Deutschland über ihre Gehalt, über ihren Lebensstandard und über Neidgefühle gesprochen. 100 Männer und Frauen waren bereit, ihr monatliches Bruttoeinkommen offenzulegen.

Viele der Arbeitnehmer, die der stern im vergangenen Jahr befragte, waren zufrieden. Manche klagen auf hohem Niveau. Aber oft brach Frust und Wut aus den Menschen heraus: über ihre miserable Bezahlung, über ausbleibende Lohnerhöhungen und über Schikanen am Arbeitsplatz.

Die Gehaltsliste zeigt für jeden Beruf zwei wichtige Fakten: das individuelle Bruttogehalt und die im jeweiligen Beruf erzielten durchschnittlichen Bruttoeinkommen. Beides zusammen gibt ein gutes Bild. So kann auch jeder sehen, wo er selbst steht - werde ich über- oder unterbezahlt, oder liege ich im Durchschnitt? Die Germanwings-Copilotin Sabine Gammersbach beispielsweise bekam bei einem Einkommen von 5100 Euro noch 1827 Euro weniger als der Durchschnitt aller Piloten in Deutschland. Ein Lufthansa-Kapitän im Kurz- und Mittelstreckenverkehr, der zuvor als Copilot geflogen ist, erhielt als Einstiegsgehalt stolze 9166 Euro.

Für die Differenzen zwischen dem Durchschnitt und dem einzelnen Fall gibt es mehrere Gründe: Geschlecht, Region, Betriebsgröße und nicht zuletzt die Berufserfahrung. Frauen verdienen im Durchschnitt ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen, wer im Osten arbeitet, muss einen Abschlag von gut 20 Prozent gegenüber den Wessis hinnehmen. Und wer in einem großen Unternehmen beschäftigt ist, hat gegenüber den Kollegen in kleinen Firmen oft die Nase vorn.

Um ein möglichst wirklichkeitsnahes Bild zu geben, wurden für die Gehaltstabelle Berufe aus dem gesamten Spektrum der Arbeitswelt ausgewählt - vom Amtsleiter bis zum Zimmermädchen.

Eine für viele frustrierende Entwicklung kam bei den Gehaltsgesprächen eindrücklich heraus: Alle wissen, dass die Wirtschaft brummt und ihre Firmen oft davon profitieren. Der Chef ruft: Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt! Aber mehr Geld gibt es dafür nicht. Dies gilt vor allem dort, wo körperlicher Einsatz verlangt wird - sei es im Pflegedienst, am Fließband in der Fabrik oder auf der Baustelle.

Die Profiteure des Aufschwungs sind die Kopfarbeiter. Gut ausgebildet, verdienen sie schon als Einsteiger manchmal doppelt so viel wie ein Handwerker mit langer Berufserfahrung. Und die Anzug- und Kostümträger eilen mit regelmäßigen Gehaltserhöhungen den Blaumännern weiter davon. Geht es um das Einkommen, ist Deutschland geteiltes Vaterland.

Und wo stehen Sie? Ein Blick in die Gehaltsliste zeigt es: der große stern-Gehaltsreport.

Wie viel bleibt Ihnen am Ende des Monats? Finden Sie es heraus mit dem kostenlosen Gehaltsrechner auf stern.de

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