HOME

Bewerbung: Vorsicht vor der Freizeit-Falle

Jobsuchende sollten in ihren Bewerbungsunterlagen nicht zu sehr auf ihre Freizeitaktivitäten hinweisen. Ansonsten gelten sie bei Personalern schnell als beruflich unengagiert und abgelenkt.

"Auch wenn sich viele Unternehmen Work-Life-Balance auf die Fahne geschrieben haben, gilt intern meist die althergebrachte Reihenfolge: erst die Arbeit, dann das Vergnügen", sagt Christoph Stehr, stellvertretender Chefredakteur Junge Karriere. Engagements nach Feierabend sollten Bewerber daher nur dann in den Lebenslauf aufnehmen, wenn Personaler daraus positive Rückschlüsse auf die Jobqualitäten ziehen können. Wer beispielsweise regelmäßig läuft und sogar schon einen Marathon absolviert hat, kann damit eventuell Zähigkeit und Durchhaltevermögen illustrieren. Wer sich ehrenamtlich als Trainer oder Betreuer in einem Verein engagiert, zeigt damit Teamfähigkeit und Führungsqualitäten. Bei zu vielen sportlichen Aktivitäten und Hobbies im Lebenslauf fragt sich der Personaler allerdings schnell, ob nicht der Job zu kurz kommt und eine nur untergeordnete Rolle im Leben des Bewerbers spielt.

Fingerspitzengefühl ist auch bei politischer Tätigkeit gefragt: Angaben zur Mitgliedschaft in Parteien oder Gewerkschaften müssen Bewerber nicht machen, weder in der Bewerbungsmappe noch im Vorstellungsgespräch. Auf der anderen Seite kann es beim Personaler auch sehr gut ankommen, wenn er liest oder hört, dass sich jemand in einer Partei mitarbeitet, der er selber oder auch das Unternehmen nah steht.

Themen in diesem Artikel