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BILDUNGSSTUDIE: Deutsche Lehrer top bezahlt

Laut einer OECD-Studie verdienen deutsche Lehrer im internationalen Vergleich viel Geld und müssen dafür weniger unterrichten als viele Kollegen im Ausland. Lediglich Schweizer Pädagogen erhalten höhere Bezüge.

Die jährliche OECD-Studie »Bildung auf einem Blick«, die morgen von dem Pisa-Koordinator Andreas Schleicher in Berlin vorgestellt wird, kommt zu einem erstaunlichen Urteil: Deutsche Lehrer verdienen im internationalen Vergleich viel Geld und müssen dafür weniger unterrichten als viele Kollegen im Ausland. Lediglich Schweizer Pädagogen erhalten höhere Bezüge. Die Arbeitszeit der deutschen Lehrkräfte liegt mit 783 Unterrichtsstunden pro Jahr dem Bericht zufolge im Mittelfeld.

In Deutschland erhält ein Grundschullehrer im ersten Berufsjahr umgerechnet 31.200 US-Dollar (31.970 Euro), nur die Schweizer Lehrkräfte bekommen mehr (34.800 Dollar). Der internationale Durchschnitt beträgt 21.400 Dollar, berichtet der »Focus« weiter in seiner heutigen Ausgabe. Auch in der Sekundarstufe II liegen die Deutschen beim Verdienst auf Platz zwei und dies bei ebenfalls weniger Unterrichtsstunden.

Das Schlusslicht bilde Deutschland der Studie zufolge beim Thema Nachhilfe: Nur 14 Prozent der Schüler besuchen hier zu Lande eine Schule, die Nachhilfe durch Lehrkräfte anbietet - der OECD-Schnitt liegt allerdings bei 72 Prozent. Auch bei den Ausgaben pro Schüler rangiert Deutschland im unteren Mittelfeld: Für einen Grundschüler wird laut Bericht 3.818 US-Dollar ausgegeben. Anders als etwa in Japan, Polen und Korea, die ihre Bildungsbudgets stetig erhöhten, herrsche in Deutschland seit 1995 Stagnation.

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