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Deutscher Gründerpreis 2005: And the winner is...

Zum vierten Mal wurde in Berlin der Deutsche Gründerpreis verliehen. Wieder wurden Unternehmer für ihre außergewöhnlichen Leistungen ausgezeichnet.

Den Deutschen Gründerpreis für sein Lebenswerk erhielt Prof. Dr. Claus Hipp für sein vorbildliches unternehmerisches und soziales Engagement. Kompromisslose Bioqualität jenseits von Moden und Trends - das ist das Erfolgsgeheimnis des Kindernahrungsherstellers Hipp. Bereits 1956 begann Firmengründer Georg Hipp damit, Obst und Gemüse ohne Chemie anzubauen. 1967 übernahm sein Sohn Claus die Firma. Heute sind bei den so genannten Baby-Gläschen zwei von drei verkauften Gläsern aus dem Hause Hipp.
Große Anerkennung fand der konsequente Nachhaltigkeitskurs der Hipp GmbH. Claus Hipp hat hier immer wieder eine Vorreiterrolle eingenommen: Sein Engagement hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Bio-Qualität bei Kindernahrung inzwischen zum Standard geworden ist. Das Unternehmen zählt heute zum größten Verarbeiter von biologischen Rohstoffen weltweit.

Mit dem Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Konzept wurde die GranMalt GmbH aus Bergkirchen für ihre innovative Geschäftsidee mit hohem Marktpotenzial und den überzeugenden Geschäftsplan ausgezeichnet. Das Bergkirchener Start-up-Unternehmen hat ein innovatives Stammwürzegranulat entwickelt, das hervorragend für die Herstellung von 100 Prozent alkoholfreiem Bier und Erfrischungsgetränken geeignet ist.
Das kompakte Granulat ist lange haltbar, leicht zu transportieren und lässt sich von den Getränkebetrieben vor Ort auch ohne Brauereikenntnisse weiterverarbeiten. Die GranMalt GmbH will das Granulat vor allem in moslemische Länder exportieren. Dort gibt es eine hohe Nachfrage nach malzbasierten Erfrischungsgetränken und alkoholfreien Bieren, jedoch aufgrund des religiös bedingten Alkoholverbots keine Brauereien.

Den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Aufsteiger erhielt die Q-Cells AG aus Thalheim (Sachsen-Anhalt) für das schnelle und stetige Wachstum ihres Unternehmens. Das Markenzeichen des Unternehmens sind permanente Innovationen: Q-Cells brachte als erster Anbieter eine neuartige 6-Zoll-Zelle auf den Markt, die im Vergleich zu herkömmlichen Solarzellen eine größere Fläche aufweist und in der Produktion kostengünstiger ist. Kürzlich lancierte Q-Cells die leistungsstärkste Solarzelle Europas und demnächst soll eine noch größere und leistungsfähigere Zelle folgen. Das Unternehmen wächst seit seiner Gründung 1999 kontinuierlich und liegt regelmäßig über dem Durchschnitt der boomenden Photovoltaik-Branche. Inzwischen beschäftigt Q-Cells fast 600 Mitarbeiter, Tendenz steigend.

Mit dem Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Visionär wird Prof. Dr. Hartmut Juhl mit seinem Unternehmen Indivumed für seine völlig neuartige Daten- und Gewebebank ausgezeichnet, die es zukünftig ermöglichen wird, individualisierte Therapieverfahren zu entwickeln.
Inzwischen sind in der Datenbank Daten von rund 2500 Krebspatienten gespeichert. Das Unternehmen, das im Jahr 2003 bereits Sieger des StartUp-Wettbewerbs in Hamburg war, kooperiert mit anderen Forschungseinrichtungen und führt auch eigene Forschungsprojekte durch, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Früherkennungsmarkern zum Dickdarmkrebs liegt.

Die Preisträger in den Kategorien Konzept, Aufsteiger und Visionär erhalten ein individuelles, auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnittenes Coaching durch die Unternehmensberatung McKinsey & Company. Die Nominierten in der Kategorie Konzept werden zu einem 1,5-tägigen Workshop eingeladen, auf dem Sie ein individuelles Businessplancoaching durch McKinsey & Company erhalten.

Der Deutsche Gründerpreis ist ein Projekt der StartUp-Initiative. Die Initiative von stern, den Sparkassen, McKinsey & Company und dem ZDF besteht aus drei Bausteinen - der StartUp-Werkstatt, dem StartUp-Wettbewerb und dem Deutschen Gründerpreis. StartUp wird unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Die Initiative wird gefördert von Hartmut Mehdorn (Die Bahn) und Bernd Kundrun (Gruner & Jahr).

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