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Die Ex-Beziehung: Augen zu und durch

Die Beziehung ist beendet, der gemeinsame Mietvertrag gekündigt - was noch fehlt, ist Abstand zum Ex. Doch wenn man weiterhin das Büro teilt, ist Entkommen schwer und schmerzhaft.

Die Beziehung ist beendet, der gemeinsame Mietvertrag gekündigt - was noch fehlt, ist Abstand zum Ex. Doch das ist schwer, denn am gemeinsamen Arbeitsplatz ist kein Entkommen. Guter Rat ist teuer, wenn man nicht ein Faible für Trennung auf die harte, schmerzhafte Tour hat. Sonst müssen Sie um Fassung ringen. Langfristiger Vorteil: Was uns nicht umbringt, härtet ab. Sie können zeigen, wie professionell Sie im Job wirklich sind. Und angeblich hilft viel Arbeit ja gegen Trennungsschmerz - die wiederum fällt positiv auf.

Lästern verboten

Bevor Sie ihren Frust bei der Schreibtischnachbarin abladen, sollten Sie eines bedenken: Lästern über den Ex schadet Ihnen selbst mehr als ihm. Wenn Sie noch etwas zu klären haben, dann tun Sie das bitte nach Feierabend. Genauso gilt: Den Kollegenkreis in gegnerische Lager aufzuteilen hilft Ihnen nicht weiter und ärgert Mitarbeiter und Chefs. Ein bisschen Distanz zu dem oder der Verflossenen ist okay, doch wer sich nicht einmal ein „Guten Morgen“ abringen kann, zeigt Schwäche.

"Die Zeit heilt alle Wunden" - ein oft bemühter Satz, stellen Sie ihn auf die Probe: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für ein paar Tage Resturlaub. Oder für das Sabbatical, mit dem Sie schon lange geliebäugelt haben. Wer sich sowieso beruflich verändern wollte, könnte jetzt den letzten Kick dafür erhalten haben.

Claudia Fudeus
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