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E-MAIL AUS NEW YORK: Saint Patrick's Day in NYC

Wer war Saint Patrick? Und warum ehren die New Yorker »diesen« Patrick jedes Jahr mit einem Fest?

Wer war Saint Patrick? Und warum ehren die New Yorker »diesen« Patrick jedes Jahr mit einem Fest?

Meine Umfrage blieb zunächst erfolglos. Niemand konnte mir so recht weiterhelfen. Von »He is an Irish saint.« bis zu »I think he is the God of the Irish beer.« lauteten die Antworten. Fest stand nur eines: Am Saint Patrick's Day trägt jeder grüne Klamotten, trinkt reichlich Bier und verschickt Karten. Letzteres tun die Amerikaner bekanntlich ja sehr gerne. Ganze Regale füllten die extra hierfür entworfenen »Happy St. Paddy's Day«-Karten.

Am Samstag war es also wieder einmal soweit. Pünktlich um elf Uhr morgens startete die Parade entlang der Fifth Avenue bis hoch zum Metropolitan Museum. Dudelsackspieler, Collegestudenten, Marching Bands und viele Iren-Fans zogen an mir vorbei. Höhepunkt der Parade: der Zug der New Yorker »Helden«. Sowohl die Polizisten des New York City Police Departments als auch die Feuerwehrmänner ernteten stürmischen Applaus.

Ein Fire Fighter fing an »USA - USA - USA« zu rufen, wobei er rhythmisch seinen Kopf dazu nickte und seine geballte Faust in die Luft stieß. Augenblicklich stimmte die Menge um mich herum lautstark ein: »Juuh Äässs Eyhh« tönte es von überall her.

Verwundert dachte ich an die Iren und den armen Saint Patrick, den es zu feiern galt. Ich verstand das Gebrüll um mich herum nicht wirklich.

Ich erinnere mich noch an meine erste Saint Patrick's Erfahrung. Es war vor acht Jahren, als ich das erste Mal in New York war. Ich wunderte mich schon Tage vorher, was auf einmal all die Kleeblätter und grünen Schleifen in den Schaufenstern zu suchen hatten. War mir bis dato der heilige Patrick und sein Feiertag unbekannt. Und ausgerechnet am Tag der Parade musste ich abreisen. Es war nahezu unmöglich ein Taxi zu bekommen. Und als ich das endlich geschafft hatte, hätte ich um ein Haar meinen Flug verpasst, da ganz Manhattan ein einziger Stau war.

Dieses Jahr erinnerte es mich ein bisschen an das Münchner Oktoberfest. Ab vier Uhr nachmittags sah man zunehmend betrunken taumelnde Personen auf der Strasse. Und in der U-Bahn stank es dermaßen nach Alkohol, dass einem davon schon ganz schummrig wurde.

Abends zollte auch ich dem guten St. Paddy meinen Respekt. Ein Freund von mir hatte eine kleine irische Party und eine Menge deutsches Bier organisiert. Später landeten wir in einem Pub im West Village, in dem wir bis in die frühen Morgenstunden zu Hits aus den Achtzigern tanzten.

Ach übrigens, St. Patrick war ein um 400 nach Christi in Schottland geborener Heiliger, der die Iren zum Christentum bekehrt hat und ein Kleeblatt benutzte, um die Dreifaltigkeit zu erklären.

Fortsetzung folgt ...

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