Der Iran hat US-Militärstützpunkte und andere Einrichtungen der USA für den Fall eines Angriffs zu "legitimen Zielen" erklärt. Der iranische UN-Botschafter, Amir Sajid Irawani, schrieb am Donnerstag in einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres, eine „kriegerische Äußerung“ Trumps vom Vortag verdeutliche, dass „ein reales Risiko einer militärischen Aggression“ bestehe. Deren Folgen wären katastrophal für die Region und „eine ernsthafte Bedrohung für internationalen Frieden und Sicherheit“.
Trump hatte dem Iran bereits mehrfach mit einem Militäreinsatz gedroht. Am Mittwoch wandte er sich mit scharfen Worten gegen die geplante Rückgabe der strategisch wichtigen Chagos-Inseln im Indischen Ozean von Großbritannien an Mauritius. Er schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social, sollten die USA bei einem Scheitern der Atomgespräche den Iran angreifen, müssten die US-Streitkräfte womöglich einen gemeinsam mit Großbritannien genutzten Militärstützpunkt auf der Chagos-Insel Diego Garcia nutzen.
Trump setzt Iran 15-Tage-Frist
Am Donnerstag setzte Trump dem Iran dann eine Frist von 15 Tagen für eine Einigung. „Sonst passieren schlimme Dinge“, sagte er in Washington.
Die USA und der Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wieder aufgenommen. Eine zweite Runde indirekter Gespräche hatte am Dienstag in Genf stattgefunden.
Parallel zu den Verhandlungen bauten die USA ihre Militärpräsenz massiv aus. Um den Druck auf Teheran zu erhöhen, entsandte Trump einen zweiten Flugzeugträger in die Region.
Die derzeitigen Verhandlungen sind die ersten seit dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni vergangenen Jahres. Die USA hatten an der Seite Israels in den Krieg eingegriffen und mehrere Atomanlagen im Iran bombardiert.