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GEHALT: Wer verdient spitze?

Gutes Geld gibt es in der Telekommunikationsbranche. Im Einzelfall strichen die Kommunikationsmanager im vergangenen Jahr Spitzengehälter bis zu 1,25 Millionen Mark ein.

Spitzenmanager in der Telekommunikation können sich die Hände reiben, wenn es um das Gehalt geht. Mit einem Jahreseinkommen von durchschnittlich 350.000 Mark verdient das obere Viertel noch mehr als Vorstände und Geschäftsführer der Metall- und Elektro-Branche, die auf 345.000 Mark kommen.

Dafür müssen die Manager mit 52,5 Wochenstunden deutlich mehr arbeiten als der Durchschnitts-Beschäftigte. Oftmals seien auch mehr als 60 Stunden fällig, ergab eine Gehaltsumfrage unter knapp 3.500 deutschen Unternehmen des Verbandes der Führungskräfte (VDF/Essen) und des Verbandes Angestellter Führungskräfte (VAF/Köln), die in Essen veröffentlicht wurde.

Im Einzelfall strichen die Kommunikationsmanager im vergangenen Jahr Spitzengehälter bis zu 1,25 Millionen Mark ein. Wie der VDF betonte, hätten sich auch zahlreiche Großunternehmen an der Umfrage beteiligt, die Top-Ten-Chefs der Branche aber kaum einen Blick auf ihren Verdienst gewährt.

Im Verhältnis sind die Schlusslichter der Gehaltsskala die Führungskräfte der kommunalen Energieversorgungsunternehmen. Hier sind tatsächliche Gehälter von 120.000 Mark und weniger keine Seltenheit. Das obere Viertel kam immerhin noch auf 213.000 Mark.

Die besser bezahlten Unternehmens-Manager besitzen noch weitere Privilegien. Vier von fünf durften ihren Dienstwagen zusätzlich privat nutzen. Dagegen profitieren nur 20 Prozent der Kommunalleiter von solch einer Vergünstigung.

Fortschritte verzeichneten in den vergangenen Jahren besonders die ostdeutschen Manager. Lag das Gehaltsniveau 1999 gegenüber den westdeutschen Kollegen noch bei 81 Prozent, stieg es bis Ende 2000 auf 86,6 Prozent. Besonders die Riege unterhalb der Chefetage erreichte mit knapp 90 Prozent die höchste Anpassung.

Spitze sind ostdeutsche Manager bislang aber erst beim Dienstwagen. Schon auf der Ebene der Hauptabteilungsleiter dürfen 55 Prozent den Dienstwagen privat nutzen, im Westen nur 47 Prozent. Der Verband begründete den Ausreißer mit dem Gehaltsnachteil, der mit dem privat genutzten Firmenwagen abgeschwächt werde.

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