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Tropische Temperaturen: Hitze im Büro: Muss der Chef mir Hitzefrei geben?

Heiße Sommertage sind für den Urlaub herrlich, im Büro allerdings eine Qual. Egal, wie heiß es wird, frei gibt es nicht. Nur zwei Ausnahmefälle können der Hitze im Büro entfliehen.

Hitze am Arbeitsplatz

Auch bei schweißtreibender Hitze muss man an den Arbeitsplatz

Getty Images

Die heißen Sommertage sind des Urlaubers größte Freude. Pech allerdings für diejenigen, die am Arbeitsplatz ausharren müssen. Für sie kann die Arbeit jetzt schnell zur Qual ausarten. Hitzefrei können sie von ihrem Arbeitgeber allerdings kaum erwarten. Zwar verpflichtet das bürgerliche Gesetzbuch jeden Arbeitgeber, die Arbeitsräume so einzurichten, dass die Arbeitnehmer "gegen Gefahr für Leben und Gesundheit soweit geschützt sind, als es die Natur der Dienstleistung gestattet". Auch verlangt die so genannte Arbeitsstättenverordnung am Arbeitsplatz eine "gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur". Konkrete Angaben gibt es in den Gesetzen jedoch kaum.


Schwammige Obergrenze

Lediglich die ausführende Arbeitsstätten-Richtline nennt eine schwammige Obergrenze: "Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen soll plus 26 Grad Celsius nicht überschreiten. Bei darüber liegender Außentemperatur darf in Ausnahmefällen die Lufttemperatur höher sein."

Arbeitsrechtlich können Arbeitnehmer diese Raumtemperatur also kaum durchsetzen. Sie ist ein Sollwert. Und auf gar keinen Fall können sie daraus ein Recht zur Verweigerung der Arbeitsleistungen ableiten, und sich etwa selbst beurlauben.


Besondere Regelungen für Schwangere und stillende Mütter

Lediglich bestimmte Personengruppen wie Schwangere und stillende Mütter können in der Praxis auf strengere Regeln zurückgreifen. Voraussetzung: Sie weisen ein ärztliches Attest vor, das die Einhaltung bestimmter Raumtemperaturen fordert. Kann der Arbeitgeber das nicht ermöglichen, so haben Schwangere und stillende Mütter Anspruch auf Beschäftigung an einem anderen Ort oder sogar Freistellung. Der Arbeitgeber muss dann einen Mutterschutzlohn zahlen.

Neben den Regelungen zur Temperatur am Arbeitsplatz verlangt die Arbeitsstätten-Richtline wirksame Schutzvorkehrungen an Fenstern, Oberlichtern oder Glaswänden gegen direkte Sonneneinstrahlung. Insbesondere hier hat der Betriebsrat auch ein Mitbestimmungsrecht. Wirksame Schutzvorkehrungen gegen Hitze durch Sonneneinstrahlung kann der Arbeitgeber auch bei seinem Vermieter rechtlich einfordern. Schließlich fordert die Arbeitsstätten-Richtline die Vermeidung von Zugluft, sei es durch die Durchlüftung geöffneter Räume oder Klimaanlagen.

Beim Thema Hitze sitzen alle in einem Boot

Ungeachtet aller rechtlichen Verpflichtungen treffen etliche Unternehmen natürlich Vorkehrungen und Sonderregelungen an heißen Tagen. Schließlich ist es im Interesse der Arbeitgeber, die Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu erhalten. Oft werden gemeinsam mit den Betriebsräten Lösungen gefunden. Neben der Verlagerung der Arbeitszeit in kühlere Stunden, zusätzlichen Pausen, einer vorübergehenden Verkürzung der Arbeitszeit durch zum Beispiel das Abbummeln von Überstunden oder gar Betriebsferien sind zusätzliche Pausen oder ein herunter reguliertes Arbeitstempo möglich.

Manche Unternehmen reagieren auf Hitze auch mit der Anpassung ihrer Bekleidungsvorschriften oder verteilen kostenlos Getränke. Auch die Verteilung von Lüftern oder Raumluftbefeuchtern kann die Hitze auf Arbeit lindern. Schließlich sitzen beim Thema Hitze auf Arbeit alle in einem Boot.

Ulf Weigelt ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in der Kanzlei Weigelt & Ziegler in Berlin-Prenzlauer Berg.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(