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Kalifornien Kellnerin schmeißt CEO wegen rassistischer Äußerung raus und erhält fast 100.000 Dollar Trinkgeld

Weißer Mann guckt böse
Empörter Gast im Restaurant (Symbolbild)
© DjelicS / Getty Images
Die Kellnerin Jennica Cochran hat knapp 100.000 Dollar Trinkgeld erhalten, weil sie als Alltagsheldin gefeiert worden ist. Sie war für eine asiatisch-amerikanische Familie in die Bresche gesprungen, die von einem weißen Mann rassistisch beschimpft worden war. Sie warf ihn raus.

Das Video des Vorfalls von Jordan Chan war viral gegangen. Sie und ihre Familie hatten am 4. Juli den Geburtstag ihrer Tante gefeiert, als ein Mann am Nachbartisch plötzlich rassistische Bemerkungen machte, berichtete sie auf dem Nachrichtensender Kion. "Wir sangen 'Happy Birthday', machten Fotos und haben herumgealbert, als plötzlich ein Mann begann, über uns laute rassistische Kommentare zu machen." In dem Moment begann Chan, den Vorfall als Video aufzuzeichnen. Mit saftigen Begriffen rief der Mann, Trump würde es ihnen schon zeigen, sie sollten verschwinden und seien "asiatischer Mist".

Kurz darauf schritt die Kellnerin Gennica Cochran ein. Sie forderte den Mann auf, das Restaurant zu verlassen: "So reden Sie nicht mit unseren Gästen! Verschwinden Sie!", rief sie ihm zu. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen Tech-CEO aus San Francisco, den Geschäftsführer der US-Firma Solid8.

"Ich wollte sie beschützen"

"Ich hatte früher schon mit Rassismus zu tun", sagte Chan dem Sender KPIX5. "Aber nie in diesem Ausmaß. Nie auf einer Ebene, wo jemand aus dem Nichts heraus seinen Hass rauslassen musste." Der Kellnerin Cochran platzte daraufhin der Kragen, sie war anschließend selbst erstaunt, welche Wut sie in dem Moment überkommen hatte: "Ich wollte sie beschützen. Du kannst hier nicht reinkommen und solche Dinge über Gäste sagen. Erstrecht nicht, wenn die Menschen gerade erst aus der Quarantäne kommen und noch so dünnhäutig sind", sagte Cochran nach dem Ereignis Anfang Juli. "Für die meisten ist es das erste Mal, dass sie zum Abendessen ausgehen – und dann angegriffen zu werden, geht einfach nicht."

Das Video ging natürlich sofort viral. Für ihren Beistand wollten viele Menschen der Kellnerin ein Trinkgeld hinterlassen, so entstand eine GoFundMe-Aktion. Dort sind fast 100.000 Dollar, mehr als 80.000 Euro, für Gennica Cochran hinterlassen worden. Am 1. August wurde die Spendensammlung geschlossen. Der CEO ist inzwischen zurückgetreten.

Quellen:GoFundMe, "Upworthy"

bal

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