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Großbritannien Nach einem Fernsehauftritt wurde eine Polizistin für ihre Frisur gemobbt, nun soll sie befördert werden


Rachel Swann wurde nach einem Fernsehinterview für ihre Frisur angeprangert, sie würde damit "die Polizei verraten". Dass ihr Chef sowie ihre Kollegen anderer Ansicht sind, zeigt sich in einer Beförderung: Sie soll Polizeipräsidentin werden.

Was bewegt die Menschen eigentlich immer stärker dazu, andere mit ihrem Hass zu überschütten? In den vergangenen Wochen und Monaten, bereits vor dem Corona-Lockdown, scheinen manche sich daran zu ergötzen, ihren eigenen Frust über andere zu ergießen. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass eine sehr gute Polizistin aus Derbyshire in Großbritannien statt Anerkennung für ihre Arbeit Anfeindungen für ihre Frisur erhielt. Die Fernsehzuschauer hatten offenbar kein spannenderes Thema zur Hand, als sich in den sozialen Medien über ein paar gefärbte Haarsträhnen zu mokieren.

Doch nun erfuhr Rachel Swann Wertschätzung ihrer Arbeit, als Hardyal Dhindsa, britischer Politiker und derzeitiger Kommissar für Polizei und Kriminalität in Derbyshire, sie als seine Kandidatin für den Job der nächsten Polizeipräsidentin nominierte. Sein Vorschlag muss aktuell nur noch von offizieller Seite bestätigt werden.

"Frauenfeindlich und homophob"

Swann sagte BBC Radio Derby, die Beleidigungen, die sie nach dem TV-Auftritt über ihr Äußeres erhalten habe, seien "frauenfeindlich und homophob" gewesen, sodass sie zeitweise ihren Twitter-Account nicht genutzt hätte, um den Anfeindungen zu entgehen. Inzwischen allerdings teilt sie dort wieder Neuigkeiten aus ihrem Revier und zu Corona. 

Sehen Sie im Video: Drogen im Kaffee – Polizei überführt kreative Schmuggler dank Filmwissen. "Kaffee ist meine Droge!" – Diesen Satz nimmt ein Mann in Italien offenbar wörtlich. Ermittler finden in ausgehöhlten Kaffeebohnen 130 Gramm Kokain. Die Beamten werden am Flughafen Mailand-Malpensa auf die Expresslieferung aus Kolumbien aufmerksam, weil sie an einen fiktiven Mafiaboss adressiert ist. Der vermeintliche Empfänger: Santino D'Antonio – der Schurke aus dem Actionfilm "John Wick: Kapitel 2". In der zwei Kilogramm schweren Lieferung befinden sich 500 mit der illegalen Substanz gefüllte Bohnen. Die Bohnen seien nach der Befüllung mit dunklem Klebeband wieder verschlossen worden. Die Ermittler leiten das abgefangene Paket nach Florenz weiter und verhaften den Empfänger bei der Abholung. Laut Behördenangaben sei der 50-Jährige bereits zuvor wegen Drogenvergehen festgenommen worden.
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Die "Daily Mail" zitiert sie aus dem Radio-Interview: "Neckereien kann ich ganz gut aushalten, aber es wurde sexistisch und homophob – und wirklich beleidigend." Besonders gekränkt hat Swann der Übergriff auf ihre Arbeit. "Was mich wirklich verletzt hat, war, dass die Leute gesagt haben, ich hielte mich nicht an die Richtlinien und würde damit die Polizeiarbeit verraten." Swann erklärte: "Ja, ich bin eine Frau. Ja, ich mag eine etwas andere Frisur haben. Ja, ich bin recht klein. Ich konnte nicht glauben, dass meine reine Existenz solche Emotionen auslösen kann."

Auch die Ankündigung ihres anstehenden Karriereschritts am Freitag, den viele als nicht angemessen erachten, sorgte erneut für Kritik an ihrer Frisur. Doch dieses Mal sprangen ihr die Kollegen bei und verteidigten sie. Sie bestätigten die Einschätzung des Kommissars der Polizei und reagierten mit Aussagen über ihre absolute Professionalität – und darüber, dass sie ein fantastischer Mensch sei.

Quelle: "Daily Mail"

bal

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