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Schweizer Bergbahnen: Unternehmen entlässt 30-Jährigen – weil er im Pausenraum Pornos schaute

Weil er im Pausenraum seines Betriebes Pornos guckte, wurde einem Mann in der Schweiz fristlos gekündigt. Das kann er nicht nachvollziehen.

Eine Bergbahn in der Schweiz

Eine Bergbahn in der Schweiz

Getty Images

Was würden Sie tun, wenn Sie in den Pausenraum Ihrer Arbeitsstätte kämen und da säße ihr Kollege und schaute in aller Seelenruhe Pornos? Die Kollegen eines Angestellten der Lenzerheider Bergbahnen in der Schweiz wussten genau, was zu tun war und meldeten ihren Kollegen Minnas G. bei der Betriebsleitung – die ihm dann wiederum prompt fristlos kündigte.

Während man meinen würde, dass die ganze Sache dem 30-Jährigen im Nachhinein total peinlich ist und er sie schwer bereut, könnte die Realität nicht weiter entfernt sein. In einem Interview mit der Schweizer Zeitung "Blick" sagte der ehemalige Liftwart, der über die Wintermonate von der Firma angestellt worden war, um unter anderem Wartungsarbeiten durchzuführen und Schnee zu schaufeln: "Ja, ich habe im Pausenraum Pornos geschaut. Die fristlose Kündigung finde ich aber übertrieben. […] Meine Hose war ja immer zu." Außerdem habe er die pornografischen Inhalte nicht auf Arbeitsgeräten, sondern auf seinem privaten Tablet geschaut, "morgens, bevor der Betrieb losging".

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Doch alle Rechtfertigungsversuche interessierten seinen Arbeitgeber nicht. Im Kündigungsschreiben heißt es: "Wir mussten feststellen, dass du während der Arbeitszeiten in den Räumlichkeiten der LBB Filme mit pornografischem Inhalt schaust. Dies sogar dann, wenn sich andere Mitarbeitende im selben Raum befinden." Dieses Verhalten sei "inakzeptabel", weshalb man sich gezwungen sehe, das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung aufzulösen.

Auf Anfrage von "Blick" äußerte sich auch der ehemalige Arbeitgeber des lüsternen Liftwarts zu der Kündigung. Diese sei "gerechtfertigt", da Minna G. "gegen das Personalreglement verstoßen" habe. Zwar sei das Konsumieren pornografischer Inhalte bislang noch kein spezifizierter Bestandteil der nicht erlaubten Aktivitäten während Arbeits- und Pausenzeiten gewesen, doch das wolle man nun nachholen.

Übrigens soll dies nicht der erste Streich des 30-Jährigen gewesen sein. Laut LBB wurde er bereits mehrfach dabei erwischt, wie er Pornos im Pausenraum schaute und darauf hingewiesen, dass Mitarbeitende sich dadurch gestört fühlten.

Quelle: "Blick"

jgs
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