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STUDIE: Unterbezahlung und Stress verdoppeln Herzinfarktrisiko

Wer schon mal Ärger im Job hatte, wird sich über das Ergebnis einer neuen finnischen Studie nicht wundern: Zu geringe Bezahlung und zu viel Stress verdoppeln das Herzinfarktrisiko.

Zu geringe Bezahlung und zu viel Stress bei der Arbeit verdoppeln das Herzinfarktrisiko. Das haben Psychologen der Universität Helsinki herausgefunden, die 25 Jahre lang 812 ursprünglich gesunde Arbeitnehmer begleiteten. Wie die Forscher um Mika Kivimäki im »British Medical Journal« (Bd. 325, S. 857) berichten, führen hohe Arbeitsanforderungen gepaart mit begrenzten Möglichkeiten die eigene Arbeit zu gestalten zu einem erhöhten Cholesterinspiegel. Ungleichgleichgewichte zwischen der Anstrengung im Job und Anerkennung etwa durch Geld, Aufstiegsmöglichkeiten oder Jobsicherheit machen die Psychologen für Übergewicht verantwortlich.

Psychosoziale Faktoren verstärkt berücksichtigen

Die Sterberate sei unter den belasteten Menschen doppelt so hoch ausgefallen wie unter den anderen Teilnehmern der Studie, berichten die Forscher. Sie fordern, bei der Infarkt-Prävention verstärkt psychosoziale Faktoren zu berücksichtigen. Es reiche nicht aus, auf bekannte Ratschläge zu setzen wie: wenig Fett und Alkohol, nicht rauchen, viel Sport.

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