Studie Weniger Steuern - mehr Arbeit


Zwei Drittel der Bundesbürger würden es tun: mehr arbeiten. Voraussetzung sei allerdings eine Senkung der Steuern- so eine Studie des Ipos-Instituts.

Bei einer Steuersenkungen wären mehr als zwei Drittel der Bundesbürger (68 Prozent) bereit, mehr zu arbeiten. Dies ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Mannheimer Ipos-Instituts im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Zwei Drittel der Befragten nennen in der Erhebung eine Vereinfachung des Steuersystems als wichtigstes Ziel einer möglichen Steuerreform. 29 Prozent wünschen sich vor allem eine weitere Senkung der Steuerbelastung.

"Unser Steuersystem hemmt die Leistungs- und Investitionsbereitschaft in Deutschland", erklärte BdB-Hauptgeschäftsführer Manfred Weber. "Wir brauchen wieder ein einfaches Steuerrecht mit niedrigen Steuersätzen."

Auch über die Konsolidierung des Staatshaushaltes haben die Bundesbürger laut Umfrage klare Vorstellungen. So sprechen sich 81 Prozent für Ausgabenkürzungen aus. Die Hälfte sieht im Verkauf von Beteiligungen einen erfolgreichen Weg. Neun Prozent fordern, mehr Schulden zu machen, und sieben Prozent befürworten Steuererhöhungen. "Die Bürger haben erkannt, dass unser Staat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem hat", betonte Weber auf einem Kongress in Erfurt. "Die Politik sollte nicht länger taktieren, sondern die Konsolidierung des Haushaltes und - damit verbunden - eine umfassende Steuerreform entschlossen in Angriff nehmen. Die vorliegenden Reformmodelle bieten genügend gemeinsame Ansatzpunkte dafür."

AP AP

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