Urteil Rausschmiss durch ruppiges Benehmen


Grobes Verhalten gegenüber Kunden kann auch ohne Abmahnung die Kündigung rechtfertigen. Denn bei einem schwerwiegenden Fehlverhalten ist keine Abmahnung nötig.

Ruppiges Verhalten gegenüber Kunden kann auch ohne Abmahnung die Kündigung eines Kaufhausdetektivs rechtfertigen. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem am 13. April bekannt gewordenen Urteil festgestellt. Die Richter wiesen die Klage eines Arbeitnehmers gegen ein Detektivunternehmen zurück und bestätigten die fristgerechte Kündigung (Az.: 22 Ca 10266/04).

Der Mann, der für den Eingangsraum eines Kaufhauses zuständig war, hatte bei einem Kunden einen Diebstahlsverdacht geäußert und ihn aufgefordert, die Tasche zu öffnen. Als er in der Tasche nichts fand, erteilte der Detektiv dem verärgerten Kunden Hausverbot. Vor Gericht stellte er sich auf den Standpunkt, er habe vor der Kündigung abgemahnt werden müssen.

Das Fehlverhalten des Mannes sei so schwerwiegend, dass keine Abmahnung nötig war, urteilte das Gericht. Jedem Beschäftigten müsse klar sein, dass kein Arbeitgeber ein solches Benehmen dulde.

DPA DPA

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