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Zeugnis: Was sollte und was darf nicht im Arbeitszeugnis stehen?

Eine interessante Frage, denn nicht jeder positiv anmutende Satz bedeutet automatisch, dass Sie ein vorbildlicher Arbeitnehmer waren. Gut, wenn Sie die Geheim-Codes der Arbeitgeber kennen.

Arbeitszeugnisse

In Ihren Bewerbungsunterlagen dürfen auf keinen Fall Arbeitszeugnisse fehlen. Zwar glauben viele Personalchefs nicht mehr so recht daran (und Recht haben sie!), aber Arbeitszeugnisse sollten in der Anlage zu finden sein.

1. Das einfache Zeugnis

Es enthält Angaben: - zur Person (Name etc.) - Art der Beschäftigung - Dauer der Beschäftigung - Beendigungsgründe und -modalitäten Das einfache Zeugnis ist typisch für weniger qualifizierte bzw. kurzfristig ausgeübte Tätigkeiten und enthält keinerlei bewertende Aussagen über Leistung und Führung des Mitarbeiters. Dennoch reicht die bloße Berufsbezeichnung nicht aus (z.B. Verkäuferin). Der konkrete Tätigkeitsbereich (Verkäuferin in der Schuhabteilung) muss aufgeführt werden.

2. Praktikums-, Aushilfs-, Nebenjobzeugnis

Auch diese Zeugnisse weisen aus, dass Sie (etwa wenn das Praktikum zum Studium gehört) nicht nur erfolgreich studiert haben, sondern in einem bestimmten Bereich bereits praktische Arbeitserfahrungen sammeln konnten. Grundsätzlich sind sie hilfreich, um zu belegen, dass Sie sich bereits in der Arbeitswelt behauptet haben. Gerade für Schüler und Studenten sind diese Art Zeugnisse erste Dokumente zur Bewährung in dem, was den "Ernst des Lebens" ausmacht. Zur Länge: Eine halbe Seite reicht aus. Zum Inhalt: grundsätzlich wie bei anderen qualifizierten Zeugnissen (siehe nächste Seiten).

3. Das Berufsausbildungszeugnis

Alle Auszubildenden haben einen Anspruch auf ein Berufsausbildungszeugnis, auch dann, wenn sie die Abschlussprüfung nicht absolviert oder nicht bestanden haben. Inhaltlich geht es vor allem um die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, aber auch um die Beurteilung von Leistungs- und Verhaltensmerkmalen (z.B. Lernfähigkeit, Auffassungsgabe, Arbeitsquantität etc.). Die durchlaufenen Ausbildungsbereiche sollten ebenso Erwähnung finden wie Ort und Art der erfolgreich abgelegten Abschlussprüfungen.

4. Das Zwischenzeugnis

Wenn auch der Anspruch auf ein Zwischenzeugnis gesetzlich nicht vergleichbar eindeutig geregelt ist wie beim qualifizierten Endzeugnis, so wird doch in der Praxis akzeptiert, dass der Arbeitnehmer bei berechtigtem Interesse ein Recht auf ein Zwischenzeugnis hat. Anlässe für ein Zwischenzeugnis können z.B. sein: - Kündigungsvorhaben - Aufstiegswünsche - Fortbildungsvorhaben - Wechsel des Verantwortungsbereiches, des Vorgesetzten etc.

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