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Erfolgreicher Jungunternehmer: John hat das Down-Syndrom – und macht mit fröhlichen Socken ein Vermögen

Der 21-jährige John Cronin ist ein sehr erfolgreicher Jungunternehmer: Er designt und verkauft fröhliche, bunte Socken. Sogar Justin Trudeau ist Fan. Dass John mit dem Down-Syndrom geboren wurde, war für ihn nie ein Hindernis.

John Cronin hat das Down-Syndrom und ist trotzdem erfolgreicher Unternehmer

John Cronin hat das Down-Syndrom und ist trotzdem erfolgreicher Unternehmer

John Cronin geht es wie vielen von uns: Er mag keine langweiligen Socken. Schwarz, weiß, grau? Öde. Wer es bunt mag, hat wenig Auswahl.

Das störte auch den 21-Jährigen aus Long Island, New York. Deshalb beschloss er nach seinem Highschool-Abschluss, ein Start-up zu gründen und selbst fröhliche Socken zu vertreiben. Dass er mit dem Down-Syndrom auf die Welt kam, war dabei für ihn kein Hinderungsgrund. Unterstützt wurde John von seinem Vater, der ihn ermutigte, seinen Traum vom Unternehmertum zu verwirklichen.

Und "John's Crazy Socks" sind eine absolute Erfolgsgeschichte. Seit Johns Online-Shop im Winter 2016 öffnete, verkauften er und sein Vater mehr als 42.000 Paar Socken. Sie nahmen damit rund 1,7 Millionen Dollar ein, von denen mittlerweile 15 Mitarbeiter bezahlt werden. Zehn davon haben eine Behinderung.

Von jedem Kauf eines Socken-Paares gehen fünf Prozent der Einnahmen an die Special Olympics. So bekommt auch der Slogan des Familienunternehmens einen tieferen Sinn: "Spreading happiness through socks" – mit Socken Freude verbreiten.

John will mit den bunten Socken Freude verbreiten

Freude hat aber vor allem John Cronin an seinen Produkten, die er selbst mit Begeisterung trägt. Und nicht nur er: Selbst der kanadische Premierminister Justin Trudeau ist Fan der bunten Fußbekleidung. Sogar Bob Dylan soll ein Paar besitzen.

John und sein Vater haben inzwischen mehr als 1500 verschiedene Designs entworfen: Tiermotive, berühmte Persönlichkeiten, Muster für bestimmte Anlässe wie Weihnachten, Halloween oder den Vatertag. Auch Socken, auf die ein Herz und die Ziffern 3 und 21 gedruckt sind, finden sich im Sortiment. Sie stehen für Johns Behinderung – Trisomie 21. "Meine Behinderung hat mich noch nie von etwas abgehalten", erklärt er.

Und selbst Kompressionsstrümpfe, beispielsweise für Menschen mit Diabetes, bietet er an. Denn auch, wer die benötigt, mag nicht immer nur Fleischfarben.

Mode ist für den 21-Jährigen Ausdruck seiner Stimmung

Für John sind seine Socken – und Mode generell – mehr als nur praktische, wärmende Umhüllungen. Er drückt mit seiner Kleidung seine Stimmung und seine Gefühle aus, weil das leichter für ihn ist, als sich verbal zu erklären. Und wir finden, das ist eine tolle Methode. Auch uns haben John und seine "crazy Socken" gerade ein bisschen fröhlicher gemacht.

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