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20 Jahre nach dem ungeklärten Mord: Neue Spur im Fall von Bankier Alfred Herrhausen

20 Jahre nach dem Mord am Bankier Alfred Herrhausen lässt der Generalbundesanwalt nach Angaben der "Welt" (Montag) fünf Bekennerschreiben der Rote-Armee-Fraktion (RAF) auf DNA-Spuren untersuchen.

20 Jahre nach dem Mord am Bankier Alfred Herrhausen lässt der Generalbundesanwalt nach Angaben der "Welt" (Montag) fünf Bekennerschreiben der Rote-Armee-Fraktion (RAF) auf DNA-Spuren untersuchen. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe sagte der dpa am Sonntag, es gebe ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt im Fall Herrhausen. Einzelheiten nannte er nicht.

Ob die neuen Untersuchungsmethoden im Fall Herrhausen zu neuen Ermittlungen gegen konkrete Tatverdächtige führen werden, stehe nach Angaben der Ankläger frühestens in Wochen oder Monaten fest, berichtet die Zeitung. Aufgrund eines am Umschlag eines Bekennerschreibens zum Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback 1977 gesicherten genetischen Fingerabdrucks sitzt seit August die RAF-Terroristin Verena Becker in Untersuchungshaft.

Der Chef der Deutschen Bank Herrhausen war am 30. November 1989 im Alter von 59 Jahren nicht weit von seinem Haus in Bad Homburg von einer Bombe getötet worden, die Terroristen mit einer Lichtschranke gezündet hatten. Der Mord ist bis heute, wie die meisten Taten der sogenannten dritten RAF-Generation, unaufgeklärt.

DPA / DPA