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Mittelmeer: Eni muss 3,5 Milliarden Dollar in Riesen-Gasfeld investieren

Vor Ägypten hat der italienische Energiekonzern Eni das größte bisher bekannte Gasfeld des Mittelmeers entdeckt. Zur Erschließung sind jetzt etwa 3,5 Milliarden Dollar nötig. Damit könnte jedoch Ägypten als auch Italien zukünftig unabhängiger von Gasimporten werden.

Eine Gas-Bohrinsel im Mittelmeer: Der italienische Energiekonzern Eni hat die Entdeckung des bisher größten Gasvorkommens im Mittelmeer bekannt gegeben

Eine Gas-Bohrinsel im Mittelmeer: Der italienische Energiekonzern Eni hat die Entdeckung des bisher größten Gasvorkommens im Mittelmeer bekannt gegeben

Der italienische Energiekonzern Eni muss zur Erschließung des neu entdeckten Riesen-Erdgasfeldes vor Ägypten wohl zunächst etwa 3,5 Milliarden Dollar in die Hand nehmen. Das sagte der Chef des staatlichen ägyptischen Versorgers Egas, Chaled Abdel Badie. Eni hatte die Entdeckung des Feldes "Zohr" am Wochenende bekanntgegeben. Konzernchef Claudio Descalzi schloss nicht aus, dass das Unternehmen zur Finanzierung des Projekts auch Anteile an dem Feld verkaufen könnte. "Die Tür dafür steht offen", sagte er der Zeitung "La Repubblica".

Eni zufolge ist "Zohr" das größte bislang bekannte Erdgasfeld im Mittelmeer und könnte sich sogar als eins der größten weltweit erweisen. Mit seiner Hilfe könnte sich Ägypten vom Energie-Importeur zum -Exporteur wandeln. Europa hätte in Verbindung mit anderen Neuentdeckungen im Mittelmeer eine Möglichkeit, unabhängiger von russischen Erdgaslieferungen zu werden.

An der Börse in Mailand reagierten die Anleger zunächst begeistert auf die Entdeckung: Der Aktienkurs stieg um bis zu 4,4 Prozent auf 15,05 Euro. Im Verlauf grenzte er am Nachmittag aber seine Gewinne ein und lag nur noch ein Prozent höher.

and / Reuters
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