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AIRLINES: LTU versucht es mit Gehaltsverzicht

Piloten sollen auf 10 Prozent ihres Gehalts verzichten, Kabinen- und Bodenpersonal auf fünf Prozent. Damit will der Ferienflieger jährlich 50 Millionen Mark einsparen.

Deutschlands zweitgrößter Ferienflieger LTU will jährlich 50 Millionen DM durch einen Gehaltsverzicht seiner Mitarbeiter einsparen. Diese Entlastung ist in einem Maßnahmekatalog der Geschäftsführung in den Jahren 2002 bis 2004 enthalten, der derzeit mit den Tarifpartnern besprochen wird, so LTU-Sprecher Marco Dadomo. Demnach sollen die Piloten auf 10 Prozent ihres Gehaltes verzichten. Beim Kabinen- und Bodenpersonal sieht das Papier Gehaltseinbußen von 5 Prozent vor. Zudem soll die Hälfte des 13. Monatsgehalts an die Bedingung geknüpft werden, dass die Airline in der Gewinnzone fliegt. Dies soll 2003/04 der Fall sein.

»Bittere Pille«

Dadomo bezeichnete diesen Maßnahmekatalog als eine bittere Pille für die 2300 LTU-Mitarbeiter, die schon in den Vorjahren einen Beitrag zum Sanierungskonzept geleistet hatten. Der Rückgang des Flugverkehrs nach den Terror-Anschlägen in den USA sowie die Pleite der Swissair, die 49,9 Prozent an der LTU-Airline hält, haben die Rahmenbedingungen aber weiter verschlechtert.

Flotte braucht neue Flugzeuge

Die Zahlungsfähigkeit des Ferienfliegers ist derzeit aber nicht in Frage gestellt, betonte der Unternehmenssprecher. Nach früheren Aussagen des Managements benötigt LTU im kommenden Jahr eine Finanzspritze, wenn der ursprüngliche Sanierungsplan umgesetzt werden soll. Dazu gehört das Umrüsten der Flotte auf neue Airbus-Flugzeuge.

Eigentümer fordert Kostensenkung

Rewe fordert dem Vernehmen nach eine deutliche Kostensenkung bei der LTU-Airline, insbesondere bei den Pilotengehältern. Der Kölner Lebensmittelhändler hatte zum Jahresende 2000 die LTU-Touristik (Meiers Weltreisen, Jahn Reisen, THR Tours) übernommen und dabei auch 40 Prozent an der LTU-Airline erworben. Der Genossenschaftsverbund Rewe (ITS Reisen, Dertour, Atlas Reisen) baute damit seinen dritten Platz unter den deutschen Touristikanbietern nach TUI und Thomas Cook (C&N) aus. Ob Rewe jene 49,9 Prozent an der LTU-Airline übernimmt, die der Swissair gehören, ist gegenwärtig noch unklar. Die restlichen 10,1 Prozent Anteile an dem Ferienflieger halten Finanzinvestoren.

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