AIRLINES Swissair plant radikale Restrukturierung


Dafür sollen die beiden Fluglienien Swissair und Crossair in einer neuen Einheit zusammengelegt werden. Hinzu kommen Stellenabbau und ein Schrumpfen des Vorstandes.

Der Schweizer Luftfahrtkonzern Swissair Group will mit einer radikalen Restrukturierung und einem weiteren Stellenabbau das hoch verschuldete Unternehmen sanieren. Dafür sollen die Fluglinien Swissair und Crossair in einer neuen Einheit zusammengelegt werden. Bei Gate Gourmet werden rund 3.000 der weltweit 30.000 Stellen abgebaut. Über die Höhe des Stellenabbaus in den übrigen Bereichen konnte Swissair noch keine Auskunft geben. Bis zum 10. Oktober soll zudem ein Rekapitalisierungsplan auf der Basis des neuen Businessplans vorliegen.

Es bleiben getrennte Marken

Andre Dose, der zurzeit das Crossair-Geschäft führt, leitet ab sofort die neue Einheit »Swiss Air Lines«. In diese Division werden weiteren Angaben zufolge die Fluglinien Swissair und Crossair integriert. Beide Fluglinien sollen jedoch als getrennte Marken weitergeführt werden. Das Kurzstreckennetz der beiden Airlines wird zusammengelegt. Das Langstreckennetz der Swissair wird mit 25 Prozent weniger Langstreckenflugzeugen deutlich reduziert. Die neue Airline soll mit hoher Qualität bei gleichzeitig wesentlich niedriger Kostenstruktur als jene der Swissair operieren. Die Höhe des Stellenabbaus soll bekanntgegeben werden, sobald Gespräche mit den Gewerkschaften stattgefunden haben. Die Konzernleitung soll weiteren Angaben zufolge auf sechs Mitglieder reduziert werden, um schnellere und effizientere Entscheidungsprozesse zu gewährleisten.

Arbeitsgruppe für Rekapitalisierung

Weiter begrüsste Swissair die Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der Wirtschaft und der Schweizer Regierung, die eine kurzfristige Rekapitalisierung der hoch verschuldeten Swissair Group unterstützen soll. Am Samstag Abend hatten Swissair-Konzernchef Mario Corti, Vertreter der Wirtschaft sowie Verkehrsminister Moritz Leuenberger und Finanzminister Kaspar Villiger die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen. Der ehemalige Nationalrat Ulrich Bremi soll die Arbeitsgruppe leiten.


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