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Handel: Marks & Spencer verlassen Kontinentaleuropa

Im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung wird sich der Konzern auch aus Deutschland verabschieden und insgesamt 4.390 Stellen streichen.

Der britische Handelskonzern Marks & Spencer plant umfassende Restrukturierungen, die unter anderem auch den Abbau aller 250 Stellen des Konzerns in Deutschland vorsehen. Das Unternehmen will sich von verlustbringenden Bereichen trennen, alle europäischen Filialen außerhalb Großbritanniens schließen und insgesamt 4.390 Stellen streichen. Dabei sollen unter anderem die Filialen in Köln, Frankfurt, Hamburg und Oberhausen bis Ende 2001 geschlossen werden. Der Konzern will sich künftig auf das Kerngeschäft konzentrieren und dadurch wieder profitabel werden, hieß es. Die Änderungen sollen Einsparungen von jährlich etwa 50 Millionen Pfund ermöglichen. Die Aktien von Marks & Spencer stiegen am Donnerstag nach der Mitteilung um sieben Prozent.

Immobilienbestand wird verkauft

Weiters kündigte der Konzern an, zwei profitable US-Ketten zu verkaufen und sich von einem Großteil seines Immobilienbestandes trennen, unter anderem von dem größten Warenhaus des Konzerns im britischen Manchester. Das Geschäft in Hongkong soll den Angaben zufolge als Franchise-Unternehmen weitergeführt werden. Der Katalog-Versandhandel Direct soll ebenfalls aufgegeben werden.

Erholung frühestens im März 2002

Die Kosten für den Konzernumbau bezifferte die Einzelhandelskette mit 250 bis 300 Millionen Pfund in diesem Jahr, zusätzlich zu bereits angekündigten 42 Millionen Pfund. Erste Erholungstendenzen sollen Vandefelde zufolge ab März 2002 zu spüren sein. Der Konzern kündigte zudem an, Finanzchef Robert Colvill werde das Unternehmen verlassen.