Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts Bilfinger Berger auf Einkaufstour


Der Baukonzern Bilfinger Berger will massiv in das Dienstleistungsgeschäft investieren. Bis zu eine Milliarde Euro könne der Konzern für Zukäufe locker machen.

Der Baukonzern Bilfinger Berger will massiv in sein Dienstleistungsgeschäft investieren und schaut sich nach Zukaufsgelegenheiten um. Das Mannheimer Unternehmen denke nicht nur an kleinere Akquisitionen, sondern auch an große Zukäufe und habe dafür knapp eine Milliarde Euro zur Verfügung, sagte Bilfinger-Chef Herbert Bodner in einem "Handelsblatt"-Interview (Mittwochausgabe). "In Frankreich sind wir im Industrieservice noch nicht so stark, wie wir uns das wünschen." Auch das US-Geschäft sei ausbaufähig. Und die Sparte Gebäudemanagement "ist noch zu sehr auf Deutschland, Österreich und die Schweiz konzentriert", betonte Bodner.

Das Geld für die Investitionen soll zum großen Teil aus dem Börsengang der australischen Tochter in diesem Sommer kommen, aber auch aus vorhandenen liquiden Mitteln, wie der Vorstandschef weiter sagte.

Bilfinger Berger, Deutschlands Branchenzweiter hinter Hochtief, kämpft seit längerem mit dem risikoreichen und renditeschwachen Baugeschäft, das dem Unternehmen in den vergangenen Jahren durch Unfälle und Mehrkosten immer wieder die Bilanz verhagelt hat. Zuletzt geriet Bilfinger mit Pfusch-Vorwürfen bei den U-Bahn-Bauten in Köln und Düsseldorf in die Schlagzeilen. Bodner kündigte bereits vor einiger Zeit an, das hochrentable Service-Geschäft auszubauen.

Reuters, DPA DPA Reuters

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