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Bahn-Konkurrent: Flixtrain schickt mehr Züge auf die Schienen

Nur drei Monate nach dem Start des Flixtrain läuft das Geschäft so gut, dass bald doppelt so viele grüne Züge auf den Schienen unterwegs sein sollen. Für das kommende Jahr hat das Unternehmen außerdem neue Strecken angekündigt.

Flixtrain verlässt den Kölner Bahnhof in Richtung Hamburg

Am 23. März absolvierte der Flixtrain seine Premierenfahrt von Köln nach Hamburg

DPA

Flixtrain hat mit seinem Zug-Angebot auf den Strecken Stuttgart-Berlin und Hamburg-Köln einen reibungslosen Start hingelegt. Die Verbindungen sind derart nachgefragt, dass der Bahn-Konkurrent zusätzliche Züge anbieten wird. 

Ab dem 21. Juni werden zwischen Stuttgart und "bis zu" zwei Züge täglich fahren, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Ab 19. Juli sollen dann auch zwischen Hamburg und Köln bis zu zwei Züge täglich in beide Richtungen verkehren. Drei Monate nach Einführung von Flixtrain sei die Resonanz "überwältigend", erklärte Flixbus-Gründer André Schwämmlein.

Neue Flixtrain-Strecken ab 2019

Zum Teil seien die bisherigen Strecken ausgebucht. "Daher verdoppeln wir jetzt unser Angebot auf der Schiene in Deutschland." Ursprünglich sollte der grüne Fernzug auf der Strecke Stuttgart-Berlin ebenfalls erst im Juli seinen Takt erhöhen. Schwämmlein: "Wir rechnen damit, dass wir unser bisher gestecktes Ziel von 500.000 Zuggästen bis Ende des Jahres so noch deutlich übertreffen können." Zum Vergleich: Der Platzhirsch Deutsche Bahn beförderte vergangenes Jahr 142 Millionen Fahrgäste im Fernverkehr.

Flixtrain greift die Deutsche Bahn bislang vor allem beim Preis an. Nun kommen neue Services hinzu: Für einen Aufpreis von 3,49 bis 3,99 Euro können Passagiere ab Juli Sitzplätze reservieren. In den Sommermonaten will Flixtrain außerdem Tickets in eigenen Büros in den Hauptbahnhöfen Stuttgart, Düsseldorf und Berlin verkaufen. Zudem will Flixtrain ab kommendem Jahr auch die Strecken Berlin-München und Berlin- anbieten.

140 neue Fernbus-Stationen in Planung

Auch das Fernbus-Geschäft soll ausgebaut werden: Flixbus will bis Jahresende 140 neue Haltepunkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz einrichten, darunter kleinere Städte wie Landsberg am Lech sowie Klettgau und Bad Säckingen im Landkreis Waldshut, außerdem Metropolen-Stationen wie Ahrensfelde und Berlin-Pankow-Heinersdorf sowie Hamburg-Harburg und der Hamburger Flughafen. Die Busfahrpläne solle noch stärker auf den Flixtrain abgestimmt werden.

fri / AFP / DPA