HOME

Meilenstein: Ein Münchner Start-up wird groß: Flixbus expandiert in die USA

In rund fünf Jahren wurde Flixbus zum größten Busnetzwerk Europas, jetzt soll die Reise weiter gehen. Die Gründer aus München wollen in die USA expandieren, aber da dürfte sie ein schwerer Start erwarten.

Flixbus expandiert in die USA

André Schwämmlein, Gründer und Geschäftsführer von Flixbus, hat große Pläne für die Expansion in die USA

Picture Alliance / DPA

Das Fernbus-Start-up Flixbus ist in kurzer Zeit zu einer Erfolgsgeschichte herangewachsen und gibt nun den Startschuss für seine Expansion in die . "Wir wollen jede Menge Innovation bringen", kündigte Firmenchef André Schwämmlein am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Los Angeles an. Der Eintritt in den US-Markt sei ein Meilenstein.

Der Auftakt soll zunächst mit acht lokalen Buspartnern erfolgen - eine eigene Fahrzeugflotte betreibt das Münchener Start-up nicht.
Flixbus beschränkt sich vorerst auf die US-Westküste und bietet vom US-Hauptsitz in etwa Trips nach San Diego, Las Vegas und Palm Springs bis hin nach Phoenix, Flagstaff und Tucson in Arizona.

Flixbus sieht sich als Tech-Firma

Das erst 2013 gegründete Unternehmen ist in nur rund fünf Jahren zum größten Busnetzwerk Europas aufgestiegen. Dabei nutzte Flixbus geschickt die Liberalisierung des deutschen Fernbusverkehrs und schluckte 2015 den damaligen Marktführer MeinFernbus.

Die Firma punktet nicht nur mit günstigen Preisen, sondern auch mit einem modernen und umweltfreundlichen Image. Flixbus selbst sieht sich als Tech-Akteur und nicht als klassisches Busunternehmen.

Was Flixbus in den USA erwartet

US-Kunden will man etwa mit einer Ticket-App sowie kostenlosem Entertainment und Internet an Bord in seine grünen Busse locken. Die Eroberung der USA könnte jedoch schwerer werden als die Europas.

Der vom US-Urgestein Greyhound dominierte Markt ist hart umkämpft. Zudem haben Busreisen in dem riesigen Land mit seinen vielen Autobesitzern einen schlechten Ruf und einen schweren Stand - wer es sich leisten kann, fliegt in der Regel eher oder nimmt den Zug.
 

sve / DPA