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Bahn: Krisenmanagement hat funktioniert

Für Vorstandschef Hartmut Mehdorn war das weihnachtliche Verkehrchaos Resultat einer höheren Gewalt. Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn hätten ihr Bestes gegeben, um die Situation zu mildern.

Die Deutsche Bahn AG lässt Kritik an ihrem Krisenmanagement während des Eisregens zu Weihnachten nicht gelten. Der Bereitschaftsdienst habe funktioniert und die Servicekräfte hätten unermüdlich geholfen, sagte Vorstandschef Hartmut Mehdorn der „Bild“-Zeitung (Freitagausgabe). Die Bahn habe wegen der teils extremen Verspätungen hunderte Gutscheine für Hotels, Taxis und Bahnreisen ausgestellt. Er habe wenig Verständnis für die Kritik bei Wetterproblemen, die nun mal höhere Gewalt seien. „Auf der Autobahn zu stranden, ist immer Schicksal, bei der Bahn wird gleich ’Sauerei’ geschimpft“, sagte Mehdorn.

Tausende Bahnfahrgäste hatten wegen des Eisregens in Norddeutschland den Heiligen Abend in Zügen verbracht, die nicht mehr weiter kamen. Die Bahn brauchte bis Donnerstag, um sich von den chaotischen Zuständen zu erholen.

Auch Kritik an dem von vielen Fahrgästen als kompliziert empfundenen neuen Preissystem wies der Bahnchef zurück. Korrekturen sein unmittelbar nicht geplant. Die Nachfrage zeige, dass die neuen Preise ankämen, sagte Mehdorn.