BANKEN WestLB finanziert umstrittene Pipeline durch Ecuador

Gegen den heftigen Widerstand von Umweltschützern finanziert Deutschlands größte öffenltich-rechtliche Bank eine Erdöl-Pipeline durch einzigartige Regenwälder.

Deutschlands größte öffentlich- rechtliche Kreditanstalt, die Westdeutsche Landesbank (WestLB), steht an der Spitze eines Konsortiums, welches die Finanzierung der umstrittenen Pipeline mit rund zwei Milliarden DM (1,02 Mrd Euro) sichern soll, berichtete das Magazin »stern« am Mittwoch vorab. WestLB-Sprecher Michael Wilde verteidigte das Projekt, das einer Umweltverträglichkeitsprüfung durch ecuadorianische Behörden unterzogen worden sei.

»Die Voraussetzung für das finanzielle Engagement ist die Einhaltung der Umweltstandards von Behörden und der Weltbank«, so Wilde. Dagegen schrieb das Magazin, dass die geplante Trasse nach Ansicht internationaler Umweltorganisationen gegen ecuadorianische Umweltgesetze verstösst und die vom Ökotourismus lebende Bevölkerung in den Ruin treibt. Die Ölleitung soll durch einzigartige Regenwälder führen. Darunter auch das »Mindo-Nambillo«-Vogelschutzgebiet mit rund 450 teils vom Aussterben bedrohten Vogelarten.

An den Verhandlungen um die Finanzierung des Projektes hatte auch die Deutsche Bank teilgenommen. Sie ist dann aber »auf Grund der Umweltproblematik« ausgestiegen, sagte Unternehmenssprecherin Daniela Elvers dem »stern«.


Mehr zum Thema



Newsticker