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Börse: Dax setzt Talfahrt fort

Belastet von der Talfahrt der US-Börsen hat der deutsche Aktienmarkt zum Start am Dienstag an seine Vortagesverluste angeknüpft. Der Deutsche Aktienindex Dax gab um 0,8 Prozent auf 3905 Punkte nach. Zuvor waren die Börsen in den USA und Asien abgerutscht. Der Nikkei-Index in Japan fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit 26 Jahren.

Der Dax gab um 0,8 Prozent auf 3905 Punkte nach. Börsianern zufolge trübten die Kursverluste an den Börsen in New York und Tokio die Stimmung.

Schwache Vorgaben der Wall Street und anhaltende Sorgen über den Zustand des Weltfinanzsystems sorgten am Dienstag an den Börsen in Asien auf breiter Front für Verluste. Vor allem Bankenwerte zogen den Nikkei zeitweise auf den tiefsten Stand seit 26 Jahren. Der Dollar erreichte zum Yen ein Dreimonatshoch.

Der Tokioter Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss 1,46 Prozent im Minus auf 7268 Punkten. Zeitweise notierte er mit 7155 Zählern so tief wie zuletzt im Oktober 1982. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,68 Prozent auf 730 Zähler nach. Auch die Märkte in Taiwan, Singapur, Südkorea, Hongkong und in Shanghai verzeichneten zum Teil Verluste von mehr als drei Prozent.

Der Dollar kletterte zum Yen zeitweise auf ein Dreimonatshoch von 95,23 Yen. Der Euro notierte bei 1,2737 Dollar.

Die japanische Regierung erklärte, sie erwäge Stützungsmaßnahmen für die Börsen. Auch über den Kauf von Aktien durch den Staat werde nachgedacht. Einer der größten Verlierer war der führende japanische Broker Nomura, dessen Aktienkurs um mehr als neun Prozent abrutschte. Nomura hatte angekündigt, es würden erstmals seit zwanzig Jahren neue Stammaktien ausgegeben, um damit bis zu 3,3 Milliarden Dollar einzunehmen. Auch Exportwerte wie Canon verbilligten sich. Die Aktien des Elektronikkonzerns TDK gaben um knapp ein Prozent nach.

Die mit Ausnahme Tokios am Vortag an den asiatischen Börsen erreichten Gewinne wurden vollständig abgegeben. Sorge herrschte bei den Anlegern vor allem darüber, dass die Maßnahmen der US-Regierung zur Stabilisierung des kriselnden Banken- und Kreditsektors nicht ausreichen könnten. "Das Problem betrifft nicht nur eine Bank oder ein Land", sagte Analyst Hwang Chang Joong von Woori Investment & Securities in Seoul. "Angesichts der anhaltenden Verluste an den Börsenplätzen in den USA und in Europa verlieren die Investoren ihr Vertrauen."

Reuters / Reuters
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